{"id":9024,"date":"2023-06-19T18:42:28","date_gmt":"2023-06-19T16:42:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.askonline.ch\/?p=9024"},"modified":"2023-06-19T18:43:26","modified_gmt":"2023-06-19T16:43:26","slug":"kolumbien-hauptthema-an-der-diesjaehrigen-glencore-aktionaersversammlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kolko.net\/askonline\/allgemein\/kolumbien-hauptthema-an-der-diesjaehrigen-glencore-aktionaersversammlung","title":{"rendered":"Kolumbien Hauptthema an der diesj\u00e4hrigen Glencore Aktion\u00e4rsversammlung"},"content":{"rendered":"\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_margin=&#8220;-22px|auto||auto||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_post_title author=&#8220;off&#8220; comments=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; title_font=&#8220;|800|||||||&#8220; title_text_color=&#8220;#f39900&#8243; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220; border_width_bottom=&#8220;2px&#8220; border_color_bottom=&#8220;#f39900&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][\/et_pb_post_title][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.21.0&#8243; text_font=&#8220;Noto Serif||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<p>Dieses Jahr trat eine ausserordentlich grosse Delegation aus Kolumbien an der Glencore Aktion\u00e4rsversammlung auf. Es waren je ein Vertreter der Gewerkschaft Sintramienergetica und Sintracarb\u00f3n sowie zwei Delegierte des Holl\u00e4ndischen internationalen Gewerkschaftsbundes CNV, drei Vertreter des indigenen Volkes der Yukpa, eine Vertreterin des Frauennetzwerkes El Paso, die Direktorin der NGO Tierra Digna, ein kolumbianischer Journalist von El Turbi\u00f3n sowie Begleitpersonen aus der Schweiz und England anwesend.<\/p>\n<p>Die holl\u00e4ndische Gewerkschaft CNV und Sintramienergetica sprachen dar\u00fcber, wie es in Kolumbien keinen Dialog in gutem Glauben gebe um L\u00f6sungen zu finden. Kurz nach dem Prodeco die Bergbautitel an den Staat zur\u00fcckgegeben habe, habe Glencore 100% der Kohlemine El Cerrej\u00f3n aufgekauft. Diese Ver\u00e4nderungen seien weder mit den Arbeitern noch mit der betroffenen Bev\u00f6lkerung konsultiert worden. Prodeco operiere aber weiter und verkaufe Kohle, u.a. nach Europa, und mache dabei viele Millionen Profit. Prodeco wolle die Gewerkschaft zerst\u00f6ren und habe deshalb die Aufhebung des Schutzes f\u00fcr die Gewerkschaftsvertreter verlangt. Auch kranke Arbeiter sollen so entlassen werden. Das Arbeitsministerium habe die Aufhebung des Schutzes und damit die Entlassungen nicht autorisiert, da Prodeco ja weiterhin in Betrieb sei. Das heisst dass die Arbeiter Ausbildung bekommen sollten, um andere Arbeiten \u00fcbernehmen zu k\u00f6nnen. Glencore Prodeco habe immer noch keinen horizontalen, offenen Dialog mit Arbeitern und Gemeinschaften gef\u00fchrt, um L\u00f6sungen f\u00fcr die Arbeitspl\u00e4tze, Umschulung, Sozialpl\u00e4ne und wirtschaftliche Diversifikation zu suchen. Stattdessen klage nun Prodeco vor dem Weltbank Schiedsgericht gegen den kolumbianischen Staat. Luis Fernando Ramirez von Sintramienergetica fragte: 1) Wie viel Kohle vermarktet Glencore Prodeco im Moment; 2) Wie garantiert Glencore die Umsetzung der ILO-Konventionen 87 und 98 und 3) Was f\u00fcr soziale Schutzmassnahmen gedenkt Glencore Prodeco f\u00fcr die Arbeiter zu ergreifen? Chairman Khalidas Madhavpeddi antwortete, Prodeco habe im Laufe der letzten 30 Jahre 3 Milliarden USD investiert und ca. 3 Milliarden USD an Royalties und Steuern bezahlt. Die Titelr\u00fcckgabe und die Reduzierung der Anzahl Arbeiter sei mit der Regierung vereinbart worden und sie w\u00fcrden h\u00f6here Abgangsentsch\u00e4digungen bezahlen als die Regierung verlange. Prodeco habe immer noch gut 1000 Arbeiter~, die gleichviel verdienen w\u00fcrden wie fr\u00fcher. Prodeco sei weiterhin gewillt, seine Verpflichtungen zu erf\u00fcllen und sie w\u00fcrden mit den Gewerkschaften im Dialog stehen. Einige der Punkte die Luis Fernando und Maurice van Beers von CNV vorgetragen haben, seien aber nicht korrekt. Juan Carlos Solano von Sintracarbon beklagte Gesundheitsprobleme der Arbeiter, die nicht korrekt behandelt werden, sowie \u00fcbertriebenes Outsourcing, Themen die mit einem Dialog in gutem Glauben gel\u00f6st werden sollten. Auch w\u00fcrden die Arbeiter nicht an den Diskussionen \u00fcber die Energietransition beteiligt. Ebenso kritisierte er die \u00c4nderung der Arbeitsschichten von 4 auf 7 Tage ohne den Lohn zu erh\u00f6hen, sowie die Entlassung von 226 Arbeitern, und fragte, wann Glencore diese Lohnschuld begleiche. Madhavpeddi sagte, dass die \u00c4nderungen im Dienstplan fr\u00fcher in diesem Jahr kommuniziert worden seien, was nun zu 4 Arbeits-\/Schichtgruppen gef\u00fchrt habe, und es mit der Gewerkschaft konstruktive Diskussionen gegeben habe, um mit dem neuen Schema \u00a0die Gesundheit und Sicherheit der Belegschaft zu st\u00e4rken. Seiner Ansicht nach seien die Verhandlungen bisher sehr konstruktiv gewesen und sollten fr\u00fcher oder sp\u00e4ter, jedenfalls dieses Jahr, zu einem Ende kommen. Aus Firmenperspektive w\u00fcrden die Dinge also gut laufen und die Verhandlungen weiter gehen. Auf all die anderen Fragen ging Madhavpeddi nicht ein.<\/p>\n<p>Hilda Arrieta vom Frauennetzwerk aus El Paso, Cesar, liess Fragen, wie Glencore den Schaden an Frauen und Jugendlichen im afrokolumbianischen Territorium wiedergut machen wolle, die keine Perspektiven haben und deren Lebensgrundlagen durch die Mine zerst\u00f6rt wurden, wie sie Umweltnormen einhalten und wie sie die Gesundheitssch\u00e4den wiedergutmachen. Madhavpeddi sagte, Prodeco besch\u00e4ftige aktuell etwa 1000 Personen zwischen Direktangestellten und Subcontractors; Wenn sie Leute entlassen, w\u00fcrden sie deutlich mehr Abgangsentsch\u00e4digung leisten als der Staat verlange, und \u00fcber die Titelr\u00fcckgabe seien sie mit der Regierung in Gespr\u00e4chen. Damit war die Antwort auch schon fertig. Im Namen von Tierra Digna sprach Stephan Suhner von der ask! \u00fcber den juristischen Prozess f\u00fcr Transparenz und Mitsprache, dass es seit Dezember 2022 ein Urteil gebe f\u00fcr die Dialogtisch, der aber immer noch nicht von Prodeco einberufen worden sei, und dass es mindestens 5 konkrete Drohungen gegen F\u00fchrungspersonen der Gemeinschaften gebe. Wir fragten, 1) wie bedrohte F\u00fchrungspersonen gesch\u00fctzt werden, 2) wann der Dialogtisch einberufen werde, und 3) ob Glencore f\u00fcr eine gerechte Transition bereit sei, die entstandenen Sch\u00e4den wieder gutzumachen. Madhvapeddi bedankte sich f\u00fcr das\u00a0 langj\u00e4hrige Engagement von Stephan Suhner zu Kolumbien. Glencore Prodeco engagiere sich stark mit den Gemeinschaften \u00fcber den Umwelt-\u00dcbergangsplan. Der Dialogtisch und damit die n\u00e4chsten konstruktiven Schritte Prodecos k\u00f6nnten erst erfolgen, nachdem der kolumbianische Staat und die Beh\u00f6rde f\u00fcr Umweltlizenzen gewisse Entscheidungen getroffen haben. Im Moment gebe es aber vom Staat noch keine Neuigkeiten. Glencore habe auch ein konstruktives Engagement mit der kolumbianischen Zivilgesellschaft, mit Unterst\u00fctzung der Schweizer Regierung und der Botschaft in Bogot\u00e1. Glencore sei bereit, mit Tierra Digna und Prodeco virtuell an einem Treffen dabei zu sein. Drohungen lehne Glencore aber dezidiert ab und verurteile sie. Zu diesem Punkt erg\u00e4nzte der CEO Gary Nagle und war dabei sehr insistierend. Diese Drohungen m\u00fcssten zur Anzeige gebracht werde, Glencore sei bereit, das zu unterst\u00fctzen. Zudem werde bald \u00fcber die Resultate der dritten menschenrechtlichen Folgeabsch\u00e4tzung HRIA kommuniziert.<\/p>\n<p>Die drei Yukpa-VertreterInnen legten die Zerst\u00f6rung ihres Lebensraumes und die Verletzungen Ihrer Rechte wie auch die hohe Kindersterblichkeit und die Gefahr der kulturellen und physischen Ausrottung dar. Sie h\u00e4tten ihr angestammtes Land verloren, das Paradies in dem sie lebten, sei durch die Minen in eine H\u00f6lle verwandelt worden. Vielleicht kenne das Board von Glencore diese Situation und die schreckliche Situation gar nicht, weshalb sie hierhergekommen seien, um sie aus erster Hand zu informieren. Wenn Glencore nun trotz der Informationen nichts unternehme, werde sie Komplizin eines Genozids. Die Sch\u00e4den die Glencore verursache, zu stoppen, sei eine Frage von Leben und Tod f\u00fcr die Indigenen. Juan Pablo Gutierrez fragte, ob Glencore den Prozess der Ausrottung von Indigenen stoppen werde oder mit dem Kohleabbau fortfahre. Madhavpeddi bedankte sich, dass die Yukpas den langen Weg auf sich genommen h\u00e4tten, um hier zu sprechen. Das Oberste Gericht habe eine Beschwerde der Yukpas in vierter Instanz abgelehnt, eine daf\u00fcr eingesetzte Kommission \u00fcberpr\u00fcfe die Sache nun, diese Entscheidung werde abgewartet. Esneda Saavedra sprach l\u00e4nger auf Spanisch und wurde dann auf Englisch \u00fcbersetzt. Sie erw\u00e4hnte, wie die Umweltverschmutzung u.a. f\u00fcr den Tod von bis zu 40 Kindern pro Jahr mitverantwortlich ist. Sie fragte, was Glencore unternehme, um diese Situation zu \u00fcberwinden, die Umweltsch\u00e4den zu reparieren und wie Glencore all die Sch\u00e4den und das Leid der Yukpa und der Bewohner von Becerril und La Jagua wiedergutmachen werden? Glencore antwortete, dass sie mit dieser Behauptung \u00fcberhaupt nicht einverstanden seien, dass die Luftqualit\u00e4t zu Todesf\u00e4llen f\u00fchre. Sie w\u00fcrden alles was m\u00f6glich ist machen, um Verschmutzung zu verhindern und sie denken nicht, dass es dort irgendein Verschmutzungsproblem gebe, das den Tod von Menschen\/Kindern verursache. Sie h\u00e4tten keine Kenntnis \u00fcber solche Vorkommnisse. Punkt fertig.<\/p>\n<p>Fast alle anwesenden ausser die kolumbianische Koordinatorin von CNV konnten sprechen. Stephan Suhner konnte kein zweites Mal mehr das Wort ergreifen und h\u00e4tte gerne noch gefragt, was die Rolle des Mutterkonzerns und des Boards sei, wenn alle Probleme lokal gel\u00f6st werden sollen, es dort ja \u00fcberall konstruktive Beziehungen gebe, respektive was es beim Board ausl\u00f6se, wenn fast zwei Dutzend Personen v.a. aus dem Globalen S\u00fcden an die AGM kommen, um L\u00f6sungen zu erbeten. Ebenso fragte sich Stephan Suhner, was die dritte menschenrechtliche Folgeabsch\u00e4tzung HRIA wert sei, wenn Glencore beispielsweise von den Problemen der Yukpa keine Ahnung habe.<\/p>\n<p>Richard Solly vom London Mining Network sprach ziemlich gegen Schluss und seine Intervention war DAS Highlight der AGM. Er hatte Fragen zu Carbones del Cerrej\u00f3n in Kolumbien und der Antapaccay-Kupfermine in Peru, aber bevor er seine Fragen stellte, bemerkte er, dass er seit 30 Jahren an den Hauptversammlungen verschiedener Bergbauunternehmen in London teilnehme und noch nie an einer Versammlung teilgenommen habe, bei der Gemeindevertreter aus der ganzen Welt so v\u00f6llig unzureichende Antworten auf ihre Fragen erhielten, die zwar h\u00f6flich vorgetragen wurden, aber in ihrer K\u00fcrze und Unzul\u00e4nglichkeit eine Form von tiefer Respektlosigkeit gegen\u00fcber den Menschen darstellten, die wegen der Aktivit\u00e4ten von Glencore schwer leiden. Er sagte, dass Anglo American, deren ehemaliger CEO Cynthia Carroll jetzt im Verwaltungsrat von Glencore sitzt und im Saal anwesend war, sich bei seinen Generalversammlungen M\u00fche gibt, die gestellten Fragen ausf\u00fchrlich, wenn auch aus unserer Sicht unzureichend, zu beantworten. Er sagte, er sei entsetzt \u00fcber die v\u00f6llig unzureichenden Antworten des Vorsitzenden und vertraue darauf, dass es n\u00e4chstes Jahr anders sein wird.<\/p>\n<p>Er fragte dann nach Cerrejon Coal. Unter welchen Bedingungen w\u00fcrde Glencore erw\u00e4gen, seine Klage gegen die kolumbianische Regierung wegen des Gerichtsurteils zugunsten der Rechte der indigenen Wayuu im Fall des Arroyo Bruno zur\u00fcckzuziehen? Welche neuen Abhilfemassnahmen oder Aktionen hat Glencore nach der Aufforderung der Schweizerischen Nationalen Kontaktstelle zur Erf\u00fcllung der Sorgfaltspflichten ergriffen? Welche Massnahmen sind im Falle eines Verkaufs von Kohleaktiva durch Glencore vorgesehen, um einen verantwortungsvollen Abgang und die Erf\u00fcllung der Verpflichtungen aus dem Minenschliessungsplan zu gew\u00e4hrleisten? Vermarktet Glencore nach der \u00dcbernahme der Kohlevermarktung kolumbianische Kohle direkt von der Schweiz aus? Welche Politik verfolgt Glencore, um die Auswirkungen auf die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung in der N\u00e4he der Minenbetriebe zu bek\u00e4mpfen? Richard sagte, dass er, sobald der Vorsitzende eine angemessene Antwort auf diese Fragen gegeben habe, nach Peru fragen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende sagte, er sei der Meinung, Richard h\u00e4tte seine Antworten bereits verworfen, bevor er sie gegeben habe. Richard sagte, er solle seine Antworten geben und dann k\u00f6nnten wir sehen, ob sie angemessen seien. Der Vorsitzende sagte, Richard h\u00e4tte alle Antworten, die er vor meinen Fragen gegeben hatte, abgelehnt. Richard wies darauf hin, dass sie zu kurz und v\u00f6llig unzureichend seien, und schlug vor, dass Cynthia Carroll ihn vielleicht in dieser Angelegenheit beraten k\u00f6nnte. Der Vorsitzende sagte, er versuche, die Fragen der Aktion\u00e4re kurz und b\u00fcndig zu beantworten und so viele Fragen wie m\u00f6glich zu beantworten. Richard fragte, ob er die Fragen, die er gerade gestellt hatte, beantworten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Madhavpeddi begann mit der Frage, ob das Unternehmen im Falle eines Verkaufs des Kohlegesch\u00e4fts weiterhin seinen Verpflichtungen nachkommen werde. Er sagte, die Antwort lautet ja. Zum Arroyo Bruno sagte der Vorsitzende, dass sowohl er als auch der Vorstandsvorsitzende im vergangenen Jahr in dem Gebiet gewesen seien und die gesamte L\u00e4nge des Baches abgegangen seien und sich von der Renaturierung und den Arbeiten zur Wiederherstellung des Baches \u00fcberzeugt h\u00e4tten, der heute mehr flie\u00dfe als fr\u00fcher. Er sagte, dass es dort jetzt Jaguare gibt. Es gibt eine enorme Menge an Flora und Fauna, und er wurde &#8222;so ziemlich so wiederhergestellt, wie er einmal war, wenn nicht sogar noch besser.&#8220; Richard wies darauf hin, dass der urspr\u00fcngliche Verlauf noch nicht wiederhergestellt wurde. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Gary Nagle f\u00fcgte hinzu, dass der Bruno Creek aufgrund einer Genehmigung der Regierung verlegt wurde. Wie jeder gesetzestreue B\u00fcrger h\u00e4lt sich Glencore an die Anordnungen der Gerichte und wird die endg\u00fcltige Entscheidung der Gerichte abwarten, wenn der Prozess endlich seinen Lauf genommen hat. Im Moment baue Cerrejon auf Anweisung des Gerichts in dem Gebiet nicht ab und werde die endg\u00fcltige Entscheidung des Gerichts abwarten.<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass Carbones del Cerrej\u00f3n Coal den Arroyo Bruno \u00fcberhaupt illegal umgeleitet hat, wurde nicht erw\u00e4hnt. Die Tatsache, dass Cerrejon Coal angewiesen wurde, den Bach wieder in seinen urspr\u00fcnglichen Lauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, und dies nicht getan hat, wurde nicht erw\u00e4hnt. Dies scheint jedoch mit dem Verhalten von Glencore an anderen Orten \u00fcbereinzustimmen &#8211; Gerichtsentscheidungen anzufechten, bis keine weitere Anfechtung mehr rechtlich m\u00f6glich ist, und in der Zwischenzeit den Geist und die Energie der betroffenen Gemeinden, die die Klage \u00fcberhaupt erst eingereicht haben, auszusch\u00f6pfen. Glencore kann sie leicht \u00fcberbieten &#8211; sie ist reich!<\/p>\n<p>Nach dem Ende des Treffens hatten verschiedene Delegierte die M\u00f6glichkeit, mit dem CEO, dem Pr\u00e4sidenten oder anderen Glencore-Managern zu sprechen. Stephan Suhner sprach mit Gary Nagle und Kalidas Mahdavpeddi und \u00e4u\u00dferte sich besorgt \u00fcber die Drohungen, den fehlenden Dialog und die Nichtumsetzung des Tutela-Urteils im Fall der Prodeco-Mine in Kolumbien und sagte, dies schaffe ein Umfeld, in dem Drohungen entstehen k\u00f6nnen. Er behauptete nicht, dass Prodeco\/Glencore die Drohungen ausspricht oder in Auftrag gibt, sondern dass sie sehr vorsichtig sein m\u00fcssen mit dem, was sie tun und sagen, um keine Grundlage f\u00fcr Drohungen zu schaffen. Er sagte auch, dass Prodecos Menschenrechtsfolgenabsch\u00e4tzung unzureichend sei. Gary Nagle sagte, er stimme zu, dass es keine Drohungen geben sollte. Anna Krutikov, Glencores Verantwortliche f\u00fcr Nachhaltigkeit, sagte, sie werde die Angelegenheit mit Prodeco besprechen, insbesondere die Tatsache, dass Prodeco im Dezember 2022 die Tutela mit den Adressen, Handynummern und anderen Kontaktdaten derjenigen, die den Fall vorgebracht hatten, auf seiner Website ver\u00f6ffentlicht hatte, woraufhin die Drohungen gegen sie begonnen hatten. Dies sei nicht akzeptabel, stimmte sie zu.<\/p>\n<p>Ein ausf\u00fchrlicher Bericht zur gesamten Aktion\u00e4rsversammlung auf Englisch ist hier abrufbar: <a href=\"https:\/\/londonminingnetwork.org\/2023\/06\/the-worst-of-the-worst-the-2023-glencore-agm\/\">https:\/\/londonminingnetwork.org\/2023\/06\/the-worst-of-the-worst-the-2023-glencore-agm\/<\/a><\/p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_button button_url=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Kolumbien-an-der-Glencore-AGM.pdf&#8220; url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Download als PDF&#8220; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.21.0&#8243; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_bg_color=&#8220;#55677f&#8220; button_border_width=&#8220;2px&#8220; button_border_color=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;0px&#8220; button_letter_spacing=&#8220;4px&#8220; button_font=&#8220;Source Sans Pro|700||on|||||&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||&#8220; custom_padding=&#8220;12px|87px|12px|87px|true|false&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]\r[\/et_pb_button][et_pb_button button_url=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/GLENCORE-CASE-IN-COLOMBIA-FINAL-1.pdf&#8220; url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Glencore case in Colombia&#8220; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.21.0&#8243; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_bg_color=&#8220;#55677f&#8220; button_border_width=&#8220;2px&#8220; button_border_color=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;0px&#8220; button_letter_spacing=&#8220;4px&#8220; button_font=&#8220;Source Sans Pro|700||on|||||&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||&#8220; custom_padding=&#8220;12px|87px|12px|87px|true|false&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]\r[\/et_pb_button][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/AGM-2023.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.21.0&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; title_text=&#8220;AGM 2023&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_sidebar area=&#8220;et_pb_widget_area_1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Jahr trat eine ausserordentlich grosse Delegation aus Kolumbien an der Glencore Aktion\u00e4rsversammlung auf. 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