{"id":8796,"date":"2023-02-13T15:13:28","date_gmt":"2023-02-13T14:13:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.askonline.ch\/?p=8796"},"modified":"2023-02-13T15:13:29","modified_gmt":"2023-02-13T14:13:29","slug":"cerrejon-als-100-tochter-von-glencore-kaum-fortschritte-in-der-guajira","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kolko.net\/askonline\/allgemein\/cerrejon-als-100-tochter-von-glencore-kaum-fortschritte-in-der-guajira","title":{"rendered":"<strong>Cerrej\u00f3n als 100%-Tochter von Glencore: Kaum Fortschritte in der Guajira<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_margin=&#8220;-22px|auto||auto||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_post_title author=&#8220;off&#8220; comments=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; title_font=&#8220;|800|||||||&#8220; title_text_color=&#8220;#f39900&#8243; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220; border_width_bottom=&#8220;2px&#8220; border_color_bottom=&#8220;#f39900&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][\/et_pb_post_title][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.19.2&#8243; text_font=&#8220;Noto Serif||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<p>Auf meiner Dienstreise im November 2022 besuchte ich mehrere Organisationsprozesse und Gemeinschaften in der Guajira. Unter anderen begleitete ich einen ersten Verhandlungstisch von Gemeinschaften mit dem Unternehmen Carbones del Cerrej\u00f3n (Cerrej\u00f3n), die die Anerkennung, das ihre Gemeinschaft auch zum Einflussgebiet der Mine geh\u00f6ren, beantragen. Weiter traf ich mich mit F\u00fchrungspersonen der umgesiedelten Gemeinschaften und begleitete einen Verhandlungstisch der Gemeinschaft Tabaco mit Cerrej\u00f3n. Leider war es nicht m\u00f6glich, Provincial und die Gemeinschaften am Arroyo Bruno zu besuchen, da Proteste in Cuestecitas ein Durchkommen verhinderten.<\/p>\n<p>Der Verhandlungstisch mit den \u201eneuen\u201c Gemeinschaften\u201c und die Wideraufnahme der Verhandlungen \u00fcber die Umsiedlungen sind ein Erfolg des Streiks vom September 2022, den die ask! von der Schweiz aus begleitet hat. Die Gemeinschaften streikten, um Verhandlungen mit Cerrej\u00f3n und L\u00f6sungen f\u00fcr dr\u00e4ngende Probleme zu fordern. Grunds\u00e4tzlich war der Besuch in der Guajira aber recht frustrierend, gibt es doch kaum Fortschritte und L\u00f6sungen und Cerrej\u00f3n zeigt weiterhin ein gleichg\u00fcltiges, ja fast schon ver\u00e4chtliches Verhalten gegen\u00fcber den Gemeinschaften. Der Streik vom September 2022 hat zur Folge, dass viele soziale F\u00fchrungspersonen erneut Drohungen erhalten haben. Weiterhin gibt es eine starke Pr\u00e4senz illegaler bewaffneter Akteure und des Drogenhandels. Diese betreiben zum Teil auch den sich rasch ausdehnenden illegalen Bergbau. In kleinen handwerklich betriebenen Minen wird unter anderem Baryt und Kupfer abgebaut. Verschiedene soziale F\u00fchrungspersonen der Region haben diesen illegalen Bergbau und die daraus resultierenden Umweltsch\u00e4den denunziert, was zu zahlreichen Todesdrohungen gef\u00fchrt hat. Anwohner berichten auch dar\u00fcber, dass es in unmittelbarer N\u00e4he der Cerrej\u00f3n-Mine Drogenlabors gebe. Es sei kaum denkbar, dass Cerrej\u00f3n davon nichts wisse. Einmal mehr stellt sich die Frage, was die Rolle von Cerrej\u00f3n als Akteur in einer konfliktreichen Region ist. Die simple Beteuerung, man habe mit all dem nichts zu tun und handle mit der notwendigen Sorgfaltspflicht, gen\u00fcgt nicht.<\/p>\n<p><strong>Neue Gemeinschaften kommen in den Einflussbereich von Cerrej\u00f3n und sp\u00fcren die negativen Auswirkungen<\/strong><\/p>\n<p>Da sich die Mine El Cerrej\u00f3n immer weiter ausdehnt, gelangen mit der Zeit neue Gemeinschaften in den Einflussbereich der Mine und sp\u00fcren die negativen Auswirkungen. Einige dieser Gemeinschaften wie beispielsweise Manantialito hatten schon Kontakte mit Cerrej\u00f3n, andere wurden vom Unternehmen bisher \u00fcberhaupt nicht beachtet. W\u00e4hrend dem Streik von September 2022 beteiligten sich auch die Gemeinschaften Manantialito, Cruzetal, Cerrito, Sabana del Medio, Sierra Azul, Los Estados, Sitio Nuevo, Carretalito und San Pedro an den Blockaden. Im Abkommen zur Aufhebung des Streiks wurde vereinbart, dass Cerrej\u00f3n mit diesen Gemeinschaften einen Verhandlungstisch er\u00f6ffnet. Die zu diskutierenden Forderungen aus Gemeinschaftssicht sind: offizielle Aufnahme in das Einflussgebiet der Mine, Anwendung des Urteils T-704 des Verfassungsgerichtes<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span>[1]<\/span><\/a> \u00fcber vorg\u00e4ngige Konsultation auf diese Gemeinschaften, eine epidemiologische Studie \u00fcber die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung sowie eine umfassende Studie \u00fcber die Umweltbelastung, die Bodenfruchtbarkeit und die Luft- und Wasserqualit\u00e4t. Mehrere dieser Gemeinschaften sind nicht als ethnische oder afrokolumbianische Gemeinschaften anerkannt und wurden bis jetzt nie konsultiert. Eine Anerkennung, dass sie nun im Einflussgebiet der Mine sind, w\u00e4re insofern wichtig, als dass Cerrej\u00f3n dann Umweltmassnahmen ergreifen und soziale Investitionen t\u00e4tigen muss.<\/p>\n<p>Am 16. November 2022 fand das erste Treffen zwischen Cerrej\u00f3n und den erw\u00e4hnten Gemeinschaften statt. Ebenfalls mit am Tisch sassen Vertreter des B\u00fcrgermeisteramtes, der Umweltlizenzbeh\u00f6rde ANLA, des Bergbauministeriums und des B\u00fcros des Ombudsmannes f\u00fcr Menschenrechte. Zuerst trugen die Gemeinschaften ihre Anliegen vor und beschrieben die Auswirkungen, die der sich ausdehnende Bergbau auf ihr Leben hat. Es sind dieselben Klagen wie ich sie schon vor bald 20 Jahren in Gemeinschaften h\u00f6rte, die dann sp\u00e4ter umgesiedelt wurden. Und es sind Auswirkungen, die von Cerrej\u00f3n immer noch abgestritten werden. Die erste Reaktion von Cerrej\u00f3n auf die Klagen der Gemeinschaften war: Bei diesen geltend Auswirkungen handelt es sich lediglich um Empfindungen der Bev\u00f6lkerung, die nicht belegt sind, und um solche Probleme zu behandeln, gibt es den firmeneigenen Beschwerdemechanismus. Doch der Reihe nach.<\/p>\n<p>Die Vertreterin von Sierra Azul schildert, wie der Kohlestaub die Produktion von Avocado beeintr\u00e4chtige, wie die Fruchtb\u00e4ume krank w\u00fcrden und sie kaum mehr Zitrusfr\u00fcchte ernten k\u00f6nnten. Viele Tiere h\u00e4tten Tumore und Missbildungen. Von Produzenten seien sie zu reinen Konsumenten geworden. Die Vertreterin von Sabana del Medio erz\u00e4hlte, wie sie 3 km vom ehemaligen Patilla entfernt wohnen. Im Gegensatz zu den Bewohner von Patilla seien sie aber nicht umgesiedelt noch sonst wie ber\u00fccksichtigt worden. Heute sei die Abbaufront nur 600 m von der Gemeinschaft entfernt. Auch seien sie nicht als ethnische Gemeinschaft anerkannt worden. Die Landwirtschaft und die Viehzucht w\u00fcrden heute einen geringen Ertrag abwerfen. Seit der Bach Cerrej\u00f3n ausgetrocknet sei, gebe es Probleme mit der Wasserversorgung. Es gebe unkontrollierte Einleitungen von Schmutzwasser in die B\u00e4che, Sprengungen w\u00fcrden zu unterschiedlichen Zeiten gemacht und die Anwohner h\u00e4tten deshalb Probleme mit dem Geh\u00f6r. Der Spr\u00fchnebel der Nebelkanonen, mit denen die Staubbelastung reduziert werden soll, beeintr\u00e4chtige die Augen. Es sei aber sehr schwierig, bei Cerrej\u00f3n Geh\u00f6r zu finden. Sie liebe ihren Flecken Erde, daher leiste sie weiter Widerstand, schliesst sie ihre Intervention.<\/p>\n<p>Auch Manantialito und Cruzetal waren Nachbarn einer umgesiedelten Gemeinschaft, Las Casitas, und leben an den Fl\u00fcssen Palomino und Mapurito. Die Gemeinschaft existiere seit 200 Jahren, viel l\u00e4nger als Cerrej\u00f3n, und sie erachten sich als afrokolumbianische Kleinbauern (Afrocampesinos). Heute seien sie 500 m von der Abraumhalde Oreganal entfernt, nahe bei der Abbaufront. Sie h\u00e4tten Verluste in der Landwirtschaft und Viehzucht und litten unter der Verschmutzung. Die sozialen Umbr\u00fcche und Sch\u00e4den, die die Mine verursacht habe, seien schwierig wieder gutzumachen. Als Las Casitas umgesiedelt wurde, habe es grosse Ver\u00e4nderungen gegeben: der Tauschhandel sei zum Erliegen gekommen, die Schule sei geschlossen worden und heute m\u00fcssten die Kinder bis nach Barrancas zur Schule gehen. Es gebe permanent L\u00e4rm sowie die ganze Nacht Licht von den Scheinwerfern der Mine. Weil sie auf Minengebiet leben, w\u00fcrden den afrokolumbianischen Gemeinschaftsr\u00e4ten keine kollektiven Landtitel ausgestellt. Historisch lebten die Gemeinschaften in diesem Territorium, ohne sich um Landtitel zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Die Gemeinschaft Cerrito verlangt, dass anerkannt wird, dass sie in der Einflusszone von Cerrej\u00f3n seien. Die Biodiversit\u00e4t &#8211; Fauna wie Flora &#8211; habe abgenommen. Die Haustiere seien krank, die Ziegen h\u00e4tten Husten und Organe wie die Leber seien schwarz. Die Bewohner f\u00fchlen sich kulturell entwurzelt und die sozialen Beziehungen seien ob all der Probleme kaputt gegangen. Es gebe Beeintr\u00e4chtigungen wegen dem L\u00e4rm und Risse in den H\u00e4usern wegen den Sprengungen. Wenn sie Heilpflanzen benutzen beispielsweise um The zu machen, sehe man den Kohlestaub in der Tasse. Cerrej\u00f3n zeige sich nicht und stehe f\u00fcr die Probleme nicht gerade.<\/p>\n<p>Los Estados erachtet sich ebenfalls als Teil der Einflusszone und als Betroffene. Wie alle w\u00fcrden sie an denselben Problemen der Verschmutzung leiden. Die Temperaturen w\u00fcrden sich ver\u00e4ndern, Boden, Wasser und Luft seien verschmutzt. Es mangle an Arbeit und Einkommen, weshalb Cerrej\u00f3n sich um diese Probleme k\u00fcmmern m\u00fcsse. Auch San Pedro ist eine Afro-Gemeinschaft, obwohl sie nicht offiziell durch das Innenministerium anerkannt ist. Dieses Ministerium war zudem am Treffen nicht anwesend. Ihr Gebr\u00e4uche (Usos y costumbres) seien klar erkennbar und ihre Eigenschaft als Gemeinschaft sei kleinb\u00e4uerlich. Sie h\u00e4tten keine Dokumente f\u00fcr das Land und bek\u00e4men deshalb keine Kredite, auch weil sie im Einflussbereich von Cerrej\u00f3n liegen. Das Trinkwasser sei verschmutzt. Es gebe viele von Cerrej\u00f3n auferlegte Einschr\u00e4nkungen in der Bewegungsfreiheit oder beispielsweise beim Zugang zum Fluss, was die Entwicklungsm\u00f6glichkeiten der Gemeinschaft behindere. Wegen des fehlenden Zugangs zum Fluss Rancheria k\u00f6nnten sie nicht mehr fischen. Auch in Carretalito w\u00fcrden die Zitrusfr\u00fcchte kaum mehr Ertrag geben, sie m\u00fcssten heute Zitronen \u00e0 500 Pesos\/St\u00fcck kaufen. Der Vertreter von Sitio Nuevo beklagt sich, dass verschiedene Gemeinschaften wegen der Mine verschwinden. Dagegen w\u00fcrden sie ank\u00e4mpfen. Ihre Pflanzungen und der tropische Trockenwald seien von der Verschmutzung betroffen. Er verlangt, dass Cerrej\u00f3n und die Beh\u00f6rden sie besuchen und unterst\u00fctzen, sie h\u00e4tten bis jetzt keine Hilfe erhalten. Es sei n\u00f6tig gewesen, einen Streik zu organisieren, um angeh\u00f6rt zu werden. Sie fordern eine epidemiologische Studie und eine Studie \u00fcber die Bodenfruchtbarkeit, bezahlt vom Unternehmen. Aber Cerrej\u00f3n d\u00fcrfe sich in die Studien und in die Wahl der Experten nicht einmischen. Als Verursacher der Probleme soll das Unternehmen einfach bezahlen.<\/p>\n<p>Als die Gemeinschaften ihre Punkte dargelegt hatten, war Cerrej\u00f3n an der Reihe. Es gehe nicht darum, sich gegenseitig zu beschuldigen und sich zu verteidigen, so die Sprecherin von Cerrej\u00f3n. Die erw\u00e4hnten Auswirkungen seien lediglich gef\u00fchlt oder empfunden und k\u00f6nnten verschiedene Ursachen haben. Immerhin gestand Cerrej\u00f3n ein, man k\u00f6nnte beispielsweise phytosanit\u00e4re Studien machen. Zudem sei der firmeneigene Beschwerdemechanismus daf\u00fcr da, um solchen Beschwerden \u00fcber negative Auswirkungen nachzugehen. Cerrej\u00f3n fragt, ob seitens der Gemeinschaften mal formelle Eingaben gemacht worden seien. Die Vertreterin von Manantialito antwortete, dass sie die Informationen an Cerrej\u00f3n geschickt h\u00e4tten und auch Auskunftsbegehren an das Unternehmen gerichtet h\u00e4tten, aber ohne eine Antwort zu bekommen. Cerrej\u00f3n kenne daher die Problematik, habe aber w\u00e4hrend langer Zeit nichts gemacht. Cerrej\u00f3n beharrt darauf, dass solche Beschwerden und Anfragen vom Beschwerdeb\u00fcro (Oficina de quejas) bearbeitet werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Viele der Gemeinschaften am Tisch sind bisher nicht Teil der Einflusszone. Aus diesem Grund war ein Punkt auf der Agenda des Verhandlungstisches die Aufnahme dieser Gemeinschaften. Die ANLA ist die Beh\u00f6rde, die die Einflusszone der Mine definiert. Der Vertreter der ANLA sagte am Treffen, dass die Einflusszone bis dorthin gehe, wo es sp\u00fcrbare Auswirkungen gebe. Ethnische Gemeinschaften, die Auswirkungen erleiden, h\u00e4tten ein Recht auf vorg\u00e4ngige Konsultation. Die Gemeinschaften sollen beantragen, beim n\u00e4chsten Kontrollbesuch der ANLA besucht zu werden und bei dieser Gelegenheit die Ausdehnung der Einflusszone verlangen. Auf den Wunsch nach einem fr\u00fcheren und separaten technischen Besuch des ANLA geht er nicht direkt ein. Aus den Diskussionen wurde ersichtlich, dass gar nicht klar ist, bis wohin die Einflusszone heute schon reicht. Einer offiziellen Antwort der ANLA auf ein Informationsersuchen der Gemeinschaft Manantialito wurde eine Karte beigelegt, gem\u00e4ss der z.B. Manantialito schon heute als Teil der Einflusszone anerkannt w\u00e4re. Der Vertreter der ANLA sagte weiter, es sei wichtig, dass die Gemeinschaften die Auswirkungen genau und technisch-wissenschaftlich dokumentieren. Dies f\u00fchrte zu Protest im Saal, man w\u00fcrde die Verantwortung einfach auf die Gemeinschaften abschieben. Der ANLA Vertreter\u00a0 relativiert dann seine Aussage und sagt, sie sollen nur m\u00f6glichst genau erfassen seit wann, wo (ev. GPS Daten des Handys), wie, wieviel etwas passiere oder sich ver\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p>Cerrej\u00f3n geht w\u00e4hrend diesen Gespr\u00e4chen auf die an sie gerichteten Anliegen nicht wirklich ein. Am Verhandlungstisch h\u00e4tte das weitere Vorgehen zu den vier Hauptforderungen definiert werden sollen. Das Unternehmen sagt aber lediglich, die Gemeinschaften sollen schriftliche Petitionen einreichen, man w\u00fcrde dann diese anschauen. Cerrej\u00f3n machte am Verhandlungstisch nicht die geringste Zusage und der Tisch l\u00f6ste sich ohne konkrete Resultate auf. Da stellt sich die Frage, wozu dann dieser Tisch diente wenn nichts vereinbart wird. Eine Schwierigkeit war auch, dass einige Personen und Gemeinschaften an das Treffen kamen, die neu sind, die man noch nicht gut kannte oder die nicht gut vorbereitet und geschult sind. Die Rolle der (internationalen) Garanten wie der <em>ask!<\/em> ist es deshalb, die Forderungen weiterhin zu unterst\u00fctzen, ein Follow-up zu machen und weitere Treffen zu begleiten.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Gescheiterte Umsiedlungen: auch nach 10 Jahren nicht selbsttragend und lebenswert<\/strong><\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2022 hat die <em>ask!<\/em> dazu beigetragen, dass es zu einem Treffen zwischen den VertreterInnen umgesiedelter Gemeinschaften und Glencore aus der Schweiz kommt. An jenem Treffen wurde beschlossen, an einer <em>Mesa de lideres<\/em> verschiedene Themen der Umsiedlungen erneut zu diskutieren. Doch innert des gesetzten Zeitrahmens wurden keine zufriedenstellende Resultate erzielt. Die umgesiedelten Gemeinschaften beklagten, dass Cerrej\u00f3n nie Personal mit Entscheidungsbefugnis in die Verhandlungen schicke und so alles verz\u00f6gere. Deshalb nahmen die umgesiedelten Gemeinschaften auch am Streik im September 2022 teil. Tamaquito mit ihrem Anf\u00fchrer Jairo Fuentes geh\u00f6rte zu den entschlossensten Streikenden. Im Anschluss an dem Streik wurde auch die <em>Mesa de lideres<\/em> wieder aufgenommen. Auch die in dieser Mesa verhandelten Themen sind nicht neu. Viele wurden schon vor dem Umzugstermin diskutiert, andere seit Beginn des Lebens am neuen Ort. Es geht beispielsweise um die Trinkwasserversorgung, um einkommensgenerierende Projekte oder Zugang zu Land, aber auch um Themen wie Entwurzelung und psychosoziale Probleme. Auch hier ist es tragisch zu sehen, wie \u00fcber zehn, f\u00fcnfzehn Jahre keine wirklichen, nachhaltigen und definitiven L\u00f6sungen gefunden werden konnten. In all diesen Jahren der Verhandlungen blieben viele \u201everbrannte\u201c F\u00fchrungspersonen auf der Strecke und die Gemeinschaften wurden manchmal sogar in mehrere Gruppen gespalten. Manche F\u00fchrungspersonen, nach Jahren erfolglosen Verhandelns beispielsweise \u00fcber eine kollektive l\u00e4ndliche Umsiedlung, haben in der Verzweiflung einen Anwalt zu Hilfe genommen und dann v.a. um finanzielle Abfindungen verhandelt. Andere F\u00fchrungspersonen haben sich im Streit \u00fcber die beste L\u00f6sung eines Problems entzweit. Es scheint f\u00fcr Cerrej\u00f3n viel einfacher und vermutlich auch billiger zu sein, hohe Geldsummen auszubezahlen, statt gen\u00fcgend Land f\u00fcr eine ganze Gemeinschaft zu suchen. Auch hat Cerrej\u00f3n nie aufgeh\u00f6rt, Rivalit\u00e4ten oder Meinungsverschiedenheiten und die materielle Not auszunutzen, um Gemeinschaften zu spalten oder Teile davon an sich zu binden. Auch hier zeigten sich wieder alle Probleme solcher Verhandlungen: das gegenseitige Misstrauen; die Kooptation von Verhandlungsf\u00fchrern und die Spaltung der F\u00fchrungspersonen und der Gemeinschaften; komplexe Probleme wo an zu vieles gedacht werden muss und die Konsequenzen nicht immer klar absehbar sind; die Schwierigkeit dieselbe Sprache zu sprechen und unter dem Gesagten dasselbe zu verstehen sowie die Vereinbarung korrekt festzuhalten und die Folgen\/Resultate der \u00dcbereinkommen absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Bewohner der Umsiedlungen m\u00fcssen Entscheidungen von grosser Tragweite treffen, die direkt ihre Existenz betreffen und deren Folgen sie nicht immer absch\u00e4tzen k\u00f6nnen. Sie m\u00fcssen ein geeignetes Landst\u00fcck ausw\u00e4hlen, entscheiden wie das Haus gebaut werden soll oder was f\u00fcr ein einkommensgenerierendes Projekt am erfolgversprechendsten ist. Vor allem werden Kleinbauern aus einfachen Gemeinschaften mit Tauschhandel und z.T. ohne Strom- und Gasanschluss innert kurzer Zeit zwangsurbanisiert und m\u00fcssen lernen, sich in einem f\u00fcr sie unbekannten Umfeld zurechtzufinden. So waren die ersten Strom- und Gasrechnungen f\u00fcr viele ein Schock. Wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass sich eine Entscheidung nachteilig aiswirkt, wirft Cerrej\u00f3n ihnen das vor. So passierte es z.B. mit einer teuren und komplexen Wasseraufbereitungsanlage in Tamaquito, die in Kolumbien nicht gewartet werden konnte. Der Gemeinschaft war es wichtig, eine gute Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser zu haben, weshalb sie die vermeintlich beste Anlage ausw\u00e4hlten, deren Unterhalt aber eben nicht gew\u00e4hrleistet war und die Wasserversorgung dann eine Zeitlang \u00fcberhaupt nicht funktionierte.<\/p>\n<p>Am Treffen im November 2022 waren VertreterInnen der Reservate San Francisco und Tamaquito und der afrokolumbianischen Umsiedlungen Las Casitas, Patilla und Roche anwesend. Als erster schildert der Gouverneur von San Francisco die Probleme dieser Wayuu-Gemeinschaft, die nur 300 &#8211; 500 Meter von den Abraumhalden und der Abbaufront entfernt liegt. Ihr Territorium wird durch eine Strasse zweigeteilt. Viele Gemeinschaftsmitglieder w\u00fcrden an Krankheiten leiden. Die Flora und Fauna nehme ab und die Umweltverschmutzung behindere die landwirtschaftliche Produktion. Ertrag aus Jagd und Fischfang w\u00fcrden ebenfalls zur\u00fcckgehen, da sie keinen Zugang zu Waldgebieten und zum Fluss h\u00e4tten und das Wasser verschmutzt sei. So wurden sie zu reinen Konsumenten degradiert, erhalten aber auch keine Arbeit oder Unterst\u00fctzung. Die Bewohner des Reservates leiden an Hunger und Mangelern\u00e4hrung, mehrere Gemeinschaftsmitglieder seien sogar wegen der Verschmutzung gestorben. Die Gemeinschaft f\u00fchlt sich von der Regierung und dem Unternehmen im Stich gelassen, weshalb sie den Streik unterst\u00fctzt haben. So forderten sie auch die Aufnahme in die Umsetzungsmassnahmen des Urteils T-704 zur vorg\u00e4ngigen Konsultation. Cerrej\u00f3n habe sich lange dagegen gestr\u00e4ubt und deshalb Streit und Spaltung gef\u00f6rdert. Nun werde die vorg\u00e4ngige Konsultation aber endlich beginnen. Wenn das Unternehmen die Auflagen im Umweltbereich nicht erf\u00fclle, brauche es sch\u00e4rfere Sanktionen bis hin zur Schliessung von einzelnen Gruben. San Francisco verlangt zudem von Cerrej\u00f3n Entsch\u00e4digung f\u00fcr soziale und kulturelle Sch\u00e4den.<\/p>\n<p>Las Casitas wurde vor sieben Jahren umgesiedelt und seither \u2013 so berichtete die Vertreterin von Las Casitas am Treffen mit der ask! &#8211; gebe es keine Verbesserungen. Las Casitas m\u00f6chte eine Kooperative aufbauen und daf\u00fcr Landwirtschaftsland kaufen. Aber zu diesem Punkt\u00a0 gab es noch keine Einigung mit Cerrej\u00f3n. Bez\u00fcglich Arbeitsm\u00f6glichkeiten in der Mine und allgemein in der Region seien die Perspektiven unsicher und die einkommensgenerierenden Projekte seien \u00fcber die Zeit nicht nachhaltig gewesen. Auf den Parzellen der umgesiedelten BewohnerInnen gab es keinen Strom, weshalb sie illegal Leitungen zu den Parzellen ziehen mussten. Nun hat die Energiefirma den Strom abgestellt, respektive die illegalen Leitungen abgebaut. Dies hat zu Problemen f\u00fcr die Fischzucht und mit den Masth\u00fchnern gef\u00fchrt. F\u00fcr junge Familien gebe es wenige wirtschaftliche M\u00f6glichkeiten in der Umsiedlung. Sie verf\u00fcgten \u00fcber ausgebildete Berufsleute in den Gemeinschaften, aber Cerrej\u00f3n habe kein Interesse, Leute aus den Gemeinschaften anzustellen. Nach dem Streik habe Cerrej\u00f3n zugesichert, zehn Personen pro Jahr f\u00fcr den Minenbetrieb anzustellen, was sehr wenig sei.<\/p>\n<p>Die Vertreterin von Roche erz\u00e4hlt, wie der Verhandlungstisch der Umsiedlungen (mesa de l\u00edderes) zu ein paar Verbesserungen in der Lebensqualit\u00e4t und bei den Arbeitspl\u00e4tzen gef\u00fchrt habe. Seit der Umsiedlung vor \u00fcber zehn Jahren habe nur eine Person aus Roche eine Direktanstellung bei Cerrej\u00f3n erhalten. F\u00fcr die vielen \u00e4lteren Erwachsenen brauche es einkommensgenerierende Projekte und Arbeitsm\u00f6glichkeiten. Die H\u00e4user in Roche w\u00fcrden wegen dem instabilen Untergrund weiterhin Sch\u00e4den aufweisen und m\u00fcssten laufend repariert werden. Cerrej\u00f3n und die Quartierkommission JAC h\u00e4tten sich aber nicht auf den Preis der Reparaturen einigen k\u00f6nnen. Die Familien mit besch\u00e4digten H\u00e4usern erhalten monatlich eine Summe, um ausserhalb von Roche leben zu k\u00f6nnen. Diese Familien begn\u00fcgen sich damit und haben wenig Interesse an langfristigen L\u00f6sungen f\u00fcr die H\u00e4user. Die Bildungsm\u00f6glichkeiten konnten dank den Verhandlungen etwas verbessert werden. Die wirtschaftliche Nachhaltigkeit habe sich dagegen wenig verbessert. Cerrej\u00f3n habe sich nun aber bereit erkl\u00e4rt, ein Gemeinschaftsprojekt zu unterst\u00fctzen. Das jahrelange Problem mit der Trinkwasserversorgung soll nun durch den Anschluss an die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Fonseca gel\u00f6st werden.<\/p>\n<p>Die Vertreterin von Patilla betont, wie die Verf\u00fcgbarkeit von Arbeitspl\u00e4tzen und die zuk\u00fcnftige \u00f6konomische Tragf\u00e4higkeit der umgesiedelten Gemeinschaften wichtige Themen sind. Die Gemeinschaften seien nach wie vor noch nicht selbsttragend. Wenn sie in Zukunft z.B. die Dienstleistungen (Wasser, Gas, Strom etc.) alle selbst bezahlen m\u00fcssten, k\u00f6nnten sie das ohne Arbeitspl\u00e4tze und Einkommen nicht tragen. Nach all den Jahren h\u00e4tten die Familien immer noch keine stabilen Einkommen, um Dienstleistungen und Essen zu bezahlen, obwohl Patilla mehr Personen hat, die im Minenbetrieb besch\u00e4ftigt sind als andere Gemeinschaften. Viele Bewohner von Patilla seien nicht vorbereitet gewesen auf die Ver\u00e4nderungen und den Bruch der sozialen Netzwerke und Strukturen, die mit der Umsiedlung einhergingen. Sowohl vor als auch nach der Umsiedlung habe es keine umfassenden Studien \u00fcber die mentale und k\u00f6rperliche Gesundheit der Bewohner gegeben. Einige Monate nach dem Umzug an den neuen Ort seien viele betagte Bewohner gestorben. Die Sozialprogramme f\u00fcr Senioren h\u00e4tten sich verschlechtert und seien nicht integral. Es werde etwas gegeben und daf\u00fcr anderes gestrichen. Es gebe \u00e4ltere Personen, die nicht in der Umsiedlung leben, weil sie dort den Lebensunterhalt nicht bestreiten k\u00f6nnten. Die mit der Umsiedlung zugeteilte Hektare Land n\u00fctze Personen, die viele Tiere besitzen, nichts, weshalb sie mit den Tieren an anderen Orten leben. Dadurch verlieren sie aber die Berechtigung auf die Sozialprogramme. Ab 2018 habe die Stiftung FUNDES einkommensgenerierende Projekte unterst\u00fctzt. 20 Mio. Pesos sei pro Projekt ausbezahlt worden, und nach einem Jahr seien alle Projekte vollst\u00e4ndig gescheitert. Es habe sogar Projekte gegeben, die keine Bewilligung hatten und es wurde die schlechte Mittelverwendung durch FUNDES beklagt. Es gebe somit bis heute kein einkommensgenerierendes Projekt das funktioniere.<\/p>\n<p>In Tamaquito ist die Wasseraufbereitungsanlage weiterhin ein Thema. Die Gemeinschaft m\u00f6chte ebenfalls an die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Fonseca angeschlossen werden, aber es herrscht keine Klarheit dar\u00fcber, ob dann gen\u00fcgend Wasser in guter Qualit\u00e4t komme. Cerrej\u00f3n habe zugesagt, f\u00fcr die Wasseraufbereitungsanlage von Tamaquito weitere 5 Jahre zu bezahlen. Als die Gemeinschaft umgesiedelt wurde, bestand sie aus 31 Familien, heute sind es 71. Das Wachstum der Gemeinschaften ist ein \u201eProblem\u201c, das diese kommen sahen und fr\u00fch darauf hinwiesen, dass es Platz f\u00fcr neu gegr\u00fcndete Familien brauche. Trotzdem fehlten in den Umsiedlungen Parzellen und Land f\u00fcr die neu gegr\u00fcndeten Familien. Wegen den neuen Familien steige in Tamaquito der Wasserverbrauch. Sie br\u00e4uchten auch mehr Land. Dieses reiche\u00a0 f\u00fcr die Tierzucht und Anbau nicht mehr aus. Tamaquito ist nicht Teil der Umsetzung des Urteils T-704. Gest\u00fctzt auf das Urteil T-704 konsultiert zu werden ist aber eine wesentliche Forderung. Es wird in den Gemeinschaften herumerz\u00e4hlt, dass Cerrej\u00f3n bestimme, auf welche Gemeinschaften das Urteil T-704 Anwendung finde. Soziale und Nachhaltigkeitsthemen sind eine grosse Sorge. Sie haben zwar den landwirtschaftlichen Produktionsbetrieb, aber die Produktion sei nicht sehr gross und reiche nicht, um Produkte regelm\u00e4ssig vermarkten und damit gen\u00fcgend Einkommen generieren zu k\u00f6nnen. Tamaquito wollte bisher keine Arbeitspl\u00e4tze in der Mine haben, aber angesichts der sozialen Notlage haben sie ihre Meinung \u00e4ndern m\u00fcssen. Die Gemeinschaft m\u00f6chte Solarpanels installieren, um mit der Energieversorgung autonomer zu werden und sucht Unterst\u00fctzung daf\u00fcr. Es gibt viele unbefriedigte Bed\u00fcrfnisse bei den Jugendlichen, eine gute Bildung ist zum Beispiel weiterhin eine Herausforderung. Gem\u00e4ss den Aussagen von Jairo Fuentes, Gemeinschaftsvertreter von Tamaquito, zeigt Cerrej\u00f3n nicht viel guten Willen und h\u00e4lt seine Versprechen nicht ein. Vertreter von Glencore h\u00e4tten Tamaquito besucht und versprochen, den Umgang mit den Gemeinschaften zu verbessern, aber dieses Versprechen wurde nicht eingehalten. Tamaquito k\u00e4mpfe f\u00fcr eine nachhaltige und selbsttragende Entwicklung in der Zukunft, wozu sie Unterst\u00fctzung f\u00fcr deutlich gr\u00f6ssere Projekte brauchen. Cerrej\u00f3n habe erst vor kurzem begonnen, auf solche Projektideen einzusteigen. Da es nach dem Streik vom September zu Drohungen kam, wollen die Gemeinschaften nicht leichtfertig einen neuen Streik durchf\u00fchren. Sie wollen aber auch keine Almosen oder kurzfristige L\u00f6sungen, sondern nachhaltige, dauerhafte L\u00f6sungen zu den sozio\u00f6konomischen und den Umweltproblemen. Das Ziel von Tamaquito sei es, von Cerrej\u00f3n unabh\u00e4ngig zu werden, ohne Cerrej\u00f3n leben k\u00f6nnen. Die Haltung von Tamaquito ist klar: Wenn dieser Verhandlungstisch erneut scheitert, schreiten sie wieder zu direkten Aktionen, aber st\u00e4rker als zuvor, mit nationaler und internationaler Unterst\u00fctzung, und werden trotz der Risiken, die das bedeutet, die ganze Mine blockieren und zum Stillstand zwingen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><span>[1]<\/span><\/a> <span><a href=\"https:\/\/www.corteconstitucional.gov.co\/relatoria\/2006\/T-704-06.htm\">T-704-06 Corte Constitucional de Colombia<\/a><\/span><\/p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_button button_url=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/NL-Artikel-Guajira-Cerrejon-Reise-Nov22.pdf&#8220; url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Download als PDF&#8220; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.19.2&#8243; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_bg_color=&#8220;#55677f&#8220; button_border_width=&#8220;2px&#8220; button_border_color=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;0px&#8220; button_letter_spacing=&#8220;4px&#8220; button_font=&#8220;Source Sans Pro|700||on|||||&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||&#8220; custom_padding=&#8220;12px|87px|12px|87px|true|true&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]\r[\/et_pb_button][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/animales-contaminados-rotated.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.19.2&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; title_text=&#8220;animales contaminados&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/manatialito.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.19.2&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; title_text=&#8220;manatialito&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_sidebar area=&#8220;et_pb_widget_area_1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf meiner Dienstreise im November 2022 besuchte ich mehrere Organisationsprozesse und Gemeinschaften in der Guajira. Unter anderen begleitete ich einen ersten Verhandlungstisch von Gemeinschaften mit dem Unternehmen Carbones del Cerrej\u00f3n (Cerrej\u00f3n), die die Anerkennung, das ihre Gemeinschaft auch zum Einflussgebiet der Mine geh\u00f6ren, beantragen. Weiter traf ich mich mit F\u00fchrungspersonen der umgesiedelten Gemeinschaften und begleitete einen Verhand-lungstisch der Gemeinschaft Tabaco mit Cerrej\u00f3n. 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