{"id":8548,"date":"2022-08-02T12:30:03","date_gmt":"2022-08-02T10:30:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.askonline.ch\/?p=8548"},"modified":"2022-08-02T12:30:05","modified_gmt":"2022-08-02T10:30:05","slug":"neuer-schlag-gegen-die-selbstbestimmung-und-das-ueberleben-der-awa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kolko.net\/askonline\/themen\/menschenrechte\/neuer-schlag-gegen-die-selbstbestimmung-und-das-ueberleben-der-awa","title":{"rendered":"Neuer Schlag gegen die Selbstbestimmung und das \u00dcberleben der Aw\u00e1"},"content":{"rendered":"\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_margin=&#8220;-22px|auto||auto||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_post_title author=&#8220;off&#8220; categories=&#8220;off&#8220; comments=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; title_font=&#8220;|800|||||||&#8220; title_text_color=&#8220;#f39900&#8243; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220; border_width_bottom=&#8220;2px&#8220; border_color_bottom=&#8220;#f39900&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][\/et_pb_post_title][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.17.6&#8243; text_font=&#8220;Noto Serif||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<p><em>Von Stephan Suhner<\/em><\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2021 hatten wir eine virtuelle Vortrags- und Lobbyreise von VertreterInnen des Volkes der Aw\u00e1 mitorganisiert, nun wurden erneut drei Mitglieder dieses von der Ausl\u00f6schung bedrohten Volkes ermordet. Die Regierung Duque setzte nur auf mehr Armeepr\u00e4senz und gibt allein dem Drogenhandel die Schuld an der Gewalt. F\u00fcr die Umsetzung des Friedensabkommens und f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Pl\u00e4ne und Vorschl\u00e4ge der Aw\u00e1 zeigte Duque kein Interesse. Die Hoffnung der Aw\u00e1 beruht nun auf der neuen Regierung und v.a. der Vizepr\u00e4sidentin Francia M\u00e1rquez.<\/p>\n<p>Am 3. Juli 2022 kam es im Reservat <em>Inda Sabaleta<\/em> des indigenen Volkes der Aw\u00e1 zu einem Massaker, bei dem drei Gemeinschaftsmitglieder umgebracht wurden: Juan Orlando Moriano, der stellvertretende Gouverneur des Reservates Inda Sabaleta und Ratsmitglied der indigenen Wache, der Guardia Indigena, eine anerkannte F\u00fchrungsperson der Aw\u00e1; sowie John Faver Nastacuas und Carlos Jos\u00e9 Garc\u00eda, beides Mitglieder der indigenen Wache und Leibw\u00e4chter. Die drei 20- bis 35-j\u00e4hrigen Indigenen wurden am helllichten Tag vor den Augen der Gemeinschaft umgebracht. Weitere Gemeinschaftsmitglieder wurden zum Teil schwer verletzt. Dieses Verbrechen ist bisher v\u00f6llig straflos geblieben. Als T\u00e4ter werden illegale bewaffnete Akteure, die in der Gegend operieren und die auch die Begr\u00e4bnisfeierlichkeiten vom 6. Juli 2022 gest\u00f6rt hatten und weiterhin die traditionellen Autorit\u00e4ten der Aw\u00e1 bedrohen, vermutet.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span>[1]<\/span><\/a> Der Verteidigungsminister Diego Molano hat sofort gesagt, dass der Tod von Juan Orlando vor dem Hintergrund des Streits um den Preis der Koka zu sehen sei, was absolut verleumderisch ist. Juan Orlando war u.a. Koordinator der 1600 Personen umfassenden <em>Guardia Indigena<\/em> und sehr aktiv in der Verhinderung von Zwangsrekrutierungen indigener Jugendlicher.<\/p>\n<p>Die Lage des Volkes der Aw\u00e1 ist besorgniserregend. Sie stecken in einer humanit\u00e4ren Krise und in einem systematischen Prozess der physischen, kulturellen und spirituellen Ausl\u00f6schung. Trotz des juristischen Rahmens zu ihrem Schutz, der auf mehreren Urteilen des Verfassungsgerichts und vorbeugenden Schutzmassnahmen der interamerikanischen Kommission f\u00fcr Menschenrechte beruht, geht der allt\u00e4gliche Horror mit Morden, Drohungen, Erpressung, Antipersonenminen, Massaker und Einschr\u00e4nkung der Bewegungsfreiheit weiter.<\/p>\n<p>Das <em>Resguardo Inda Sabaleta<\/em> geh\u00f6rt der Indigenen Einheit des Volkes der Aw\u00e1 UNIPA und der Grossen Binationalen Familie der Aw\u00e1 GFAB an. Die Aw\u00e1 sind entschlossen, trotz der schwierigen Lage ihre Selbstregierung und Autonomie zu vertiefen und den solidarischen Widerstand und das gemeinsame Voranschreiten zu st\u00e4rken. Die Arbeit und Aufopferung von Juan Orlando soll nicht vergebens gewesen sein.<\/p>\n<p><strong>Was ist der Hintergrund dieses neuen Massakers?\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Der erneute Mord an mehreren Mitgliedern des Volkes der Aw\u00e1 hat national wie international grosse Emp\u00f6rung hervorgerufen. Die kolumbianische Generalstaatsanwaltschaft hat ein Spezialteam zu Aufkl\u00e4rung des Verbrechens eingesetzt, die Sonderjustiz f\u00fcr den Frieden JEP untersucht die m\u00f6gliche Ausrottung dieses Volkes und hat wie auch die UNO und NGOs wie Human Rights Watch die Morde scharf verurteilt. Dejusticia hat einen Bericht \u00fcber die Gewalt und die Gefahr der physischen und kulturellen Ausrottung der Awa zuhanden der JEP eingereicht. Die Situation der Aw\u00e1 und ihres Territoriums Katsa Su wurde 2018 Teil des <em>macro caso 02<\/em> der JEP. Das Territorium der Aw\u00e1 wurde dadurch als Opfer des bewaffneten Konfliktes und als kollektives Rechtssubjekt anerkannt.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span>[2]<\/span><\/a> Die JEP hat auch fehlende Garantien f\u00fcr die kollektive Bewegungsfreiheit des Volkes der Aw\u00e1 festgestellt. Trotz des Friedensabkommens von 2016 hat die Gewalt in dieser Region kaum abgenommen, obwohl die Regierung versuchte, die illegalen bewaffneten Gruppen zu bek\u00e4mpfen und die Drogenpflanzungen zu reduzieren. Schon nach einer kurzen Beruhigung nahmen die \u00dcbergriffe wieder zu: Die Beobachtungsstelle f\u00fcr Menschenrechte der UNIPA registrierte seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens 95 Morde, 4 Massaker und 16 F\u00e4lle von gewaltsamem Verschwindenlassen.<\/p>\n<p>Die Aw\u00e1 leiden schon seit mindestens drei Jahrzehnten unter dem internen bewaffneten Konflikt. 2009 ver\u00fcbten die FARC das Massaker von Tortuga\u00f1a Telemb\u00ed, bei dem 12 Aw\u00e1 ermordet und 850 Indigene gewaltsam vertrieben wurden. 2009 und 2011 hat das Verfassungsgericht daher priorit\u00e4re Schutzmassnahmen f\u00fcr das Volk der Aw\u00e1 verf\u00fcgt, und mit dem Erlass 004\/2009 die Aw\u00e1 als eines der 36 vom kulturellen und physischen Aussterben bedrohten indigenen V\u00f6lker erkl\u00e4rt. 2011 hat auch die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) vorsorgliche Schutzmassnahmen angeordnet und den kolumbianischen Staat aufgefordert, Massnahmen zu ergreifen, die das \u00dcberleben des Volkes garantieren. Ebenfalls 2011 hat das Permanente Forum f\u00fcr Indigene Angelegenheiten der UNO nach einer Feldmission in Kolumbien festgehalten, dass in Nari\u00f1o ein Genozid gegen die Aw\u00e1 im Gange sei. Damals wie heute wurden verschiedenste Bedrohungen festgestellt, so Massaker, Antipersonen-Minen, gewaltsame Vertreibungen, Morde, geschlechtsspezifische Gewalt und Anfeindungen.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span>[3]<\/span><\/a> Im August 2021 hat das Anwaltskollektiv CAJAR vor der grossen Gefahr gewarnt, nachdem 500 bewaffnete M\u00e4nner in das Reservat einmarschierten. Es kam zu Gefechten mit illegalen bewaffneten Gruppen, die schon anwesend waren, so dass am 3. August 2021 sechs Personen ums Leben kamen, darunter eine schwangere Frau durch eine Antipersonenmine. Am 28. September 2000 wurden f\u00fcnf Aw\u00e1 ermordet und 40 verschleppt, was zu einer Massenvertreibung der ganzen Gemeinschaft f\u00fchrte.<\/p>\n<p><strong>Die Aw\u00e1 denunzieren die Gewalt und leisten friedlich Widerstand <\/strong><\/p>\n<p>Eine Delegation der UNIPA reiste nach dem Mord an Juan Orlando nach Bogot\u00e1, um die Gewalt, die sie erleiden, zu denunzieren und einmal mehr effektive Schutzmassnahmen zu fordern. Sie legten dabei auch dar, wie gross die negativen Auswirkungen der Morde auf die Gemeinschaften der Aw\u00e1s sind, wie die sozialen Netzwerke dadurch zerst\u00f6rt werden. Die heutige Gewalt ist f\u00fcr die Aw\u00e1 die Folge der mangelnden Umsetzung des Friedensabkommens und sie werfen der Regierung Duque fehlenden Willen vor. Carlos Espitia von Indepaz f\u00fcgt hinzu, dass es sich um eine sehr komplexe Region handle, als Grenzgebiet und mit Zugang zum Meer, mit vielen Drogenhandelsrouten. Nach dem Abzug der FARC entstand ein Vakuum bei der territorialen Kontrolle, was zu einer Neuordnung des Konfliktes und zu einer Atomisierung der illegalen bewaffneten Gruppen f\u00fchrte. Die meisten dieser Gruppen sind nicht mehr politische, sondern rein milit\u00e4rische Strukturen, die sich dem Drogenhandel widmen. Die staatliche Pr\u00e4senz reduziert sich auf eine zunehmende Militarisierung, es gibt keinen integralen Ansatz zum Schutz der Bev\u00f6lkerung. Die UNIPA beklagt, dass es 620 von der Regierung unterzeichnete Verpflichtungen gebe, die aber lediglich auf dem Papier blieben, da nicht mal eine minimale soziale Grundversorgung sichergestellt ist. Neue Hoffnung sch\u00f6pfen die Aw\u00e1 durch die neue Regierung, v.a. dank der Vizepr\u00e4sidentin Francia M\u00e1rquez, die den Konflikt genauso am eigenen Leib erfahren hat wie die Aw\u00e1. Sie hoffen auf ein echtes Engagement f\u00fcr den Frieden. In der Zwischenzeit setzen die Aw\u00e1 auf Mechanismen des Selbstschutzes durch eine St\u00e4rkung der <em>Guardia Ind\u00edgena<\/em> und f\u00f6rdern Gemeinschaftsradios um die Kultur lebendig zu halten, die sozialen Netze zu reparieren und gegen die Zwangsrekrutierung der Minderj\u00e4hrigen anzuk\u00e4mpfen. Sie k\u00e4mpfen gegen die Militarisierung ihres Territoriums und wollen ihre Reservate als Kraftquellen des Lebens verstanden wissen: Wenn es ihnen gelingt, die Gewalt einzud\u00e4mmen, k\u00f6nnen sie sich dem Schutz der Biodiversit\u00e4t widmen, z.B. den mehr als 1000 Vogelarten in ihrem Territorium. Auf keinen Fall wollen sie gegen\u00fcber der gegen sie ausge\u00fcbten Gewalt schweigen, denn wenn sie still seien, w\u00fcrde man sie umbringen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span>[4]<\/span><\/a><\/p>\n<p><strong>Drogen und kriminelle Banden \u2013 die einfache Sicht der Regierung Duque <\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Aw\u00e1 ist die Situation durch die vielen neuen bewaffneten Akteure un\u00fcbersichtlich und schwierig geworden. Der bewaffnete Konflikt und die Pr\u00e4senz illegaler Akteure in der Gegend haben zugenommen, da einige der wichtigsten Drogenhandelsrouten durch das Gebiet verlaufen und viel Koka angebaut wird. Die Aw\u00e1 beklagen die Vernachl\u00e4ssigung durch den Staat, sowohl was soziale Investitionen als auch institutionelle Pr\u00e4senz und Schutz anbelangt. Zudem sei der interne Konflikt un\u00fcbersichtlich geworden, so dass sie nicht mehr wissen w\u00fcrden, wer f\u00fcr die Gewalttaten verantwortlich sei. Die illegalen bewaffneten Akteure w\u00fcrden sich an einem Tag als diese, am anderen Tag als jene pr\u00e4sentieren. Die Regierung Duque stellt die Aw\u00e1 aber unter Generalverdacht, mit dem Drogenhandel und den illegalen bewaffneten Gruppen unter einer Decke zu stecken. Daher auch die Aussagen des Verteidigungsministers, Juan Orlando sei wegen einem Streit um den Preis der Koka ermordet worden. Grund f\u00fcr solche Anschuldigungen d\u00fcrfte ein umstrittenes Gerichtsurteil sein.<\/p>\n<p>Am 29. Juli 2020 hat ein Urteil des Obersten Gerichtes von Pasto dem Volk der Aw\u00e1 das Recht zugestanden, der Armee den Zutritt in die Reservate um Koka auszurotten zu verbieten. Dieses Urteil erging, nachdem am 22. April 2000 das Gemeinschaftsmitglied Angel Artemio Nastacuas durch einen Antidrogenpolizisten ermordet wurde. Daher urteilte das Gericht, dass gewaltsame Drogenausrottung nicht mehr ohne die Einwilligung der Gemeinschaften erfolgen d\u00fcrfe. Die Armee macht genau dieses Urteil f\u00fcr die Verschlechterung der Situation verantwortlich, da ihnen die H\u00e4nde gebunden seien um die Zivilbev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen. Durch das Urteil habe sich die Koka innerhalb eines Jahres mindestens verdoppelt, von 26\u2018000 Hektaren 2021 auf mindestens 56\u2018000 Hektaren 2022. Vier illegale bewaffnete Gruppen w\u00fcrden sich diese Pflanzungen streitig machen: das ELN, zwei FARC-Dissidenzen (Segunda Marquetalia und Columna Oliver Sinisterra) sowie eine neue Dissidenten-Gruppe, die vom Cauca gekommen sei, so General Galindo von der Einsatzgruppe H\u00e9rcules der Armee. Ebenso ist das Kartell von Sinaloa in der Gegend pr\u00e4sent und finanziert illegale Kr\u00e4fte und den Drogenhandel. F\u00fcr General Galindo ist es unm\u00f6glich, das die Aw\u00e1, die dort leben, nicht w\u00fcssten, wer sie umbringt, da sie mit diesen Gruppen leben und arbeiten w\u00fcrden. Statt solcher Anschuldigungen wie unter der Regierung Duque erhoffen sich die Aw\u00e1 von der neuen Regierung Petros mehr institutionelle Pr\u00e4senz und kollektive Schutzmassnahmen.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span>[5]<\/span><\/a> Vor dem Hintergrund der Anstrengungen der Aw\u00e1, ihr Territorium Katsa Su vor dem Krieg und der Zerst\u00f6rung zu bewahren und dadurch auch ihre Kultur zu retten und ihr eigenes \u00dcberleben zu sichern, sind diese Anschuldigungen der Regierung Duque geradezu haneb\u00fcchen.<\/p>\n<p><strong>Zum Weiterlesen und anschauen:<\/strong><\/p>\n<p>Empfehlenswerter Dokfilm \u00fcber das gute Leben der Aw\u00e1: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=5twqeUEmKl8\">El Buen Vivir\u00a0| Temporada 3 |\u00a0Cap\u00edtulo 1: Nacer y morir &#8211; YouTube<\/a><\/p>\n<p>Die Webseite der NGO Dejusticia mit weiterf\u00fchrenden Artikeln zu den Aw\u00e1: <a href=\"https:\/\/www.dejusticia.org\/?s=Aw%C3%A1\">https:\/\/www.dejusticia.org\/?s=Aw%C3%A1<\/a><\/p>\n<p>Facebook-Seite der UNIPA: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/unidadindigenadelpuebloawa.unipa\/\">https:\/\/www.facebook.com\/unidadindigenadelpuebloawa.unipa\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><span>[1]<\/span><\/a> Gran Familia Aw\u00e1 Binacional, Pronunciamiento p\u00fablico 001 de 2022, 6. Juli 2022.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><span>[2]<\/span><\/a> <a href=\"https:\/\/www.dejusticia.org\/que-implicaciones-tiene-el-conflicto-armado-con-el-exterminio-fisico-y-cultural-del-pueblo-awa\/\">\u00bfQu\u00e9 implicaciones tiene el conflicto armado y el exterminio f\u00edsico y cultural del pueblo Aw\u00e1? &#8211; Dejusticia<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><span>[3]<\/span><\/a> <a href=\"https:\/\/www.elespectador.com\/judicial\/comunidad-awa-de-protegidos-por-la-cidh-al-constante-riesgo-de-exterminio\/\">Comunidad Aw\u00e1: De protegidos por la CIDH al constante riesgo de exterminio | EL ESPECTADOR<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><span>[4]<\/span><\/a> <a href=\"https:\/\/elpais.com\/america-colombia\/2022-07-17\/los-indigenas-awa-denuncian-el-exterminio-de-su-pueblo.html?ssm=TW_CM_AME&amp;utm_medium=Social&amp;utm_source=Twitter#Echobox=1658100188\">Los ind\u00edgenas aw\u00e1 denuncian el exterminio de su pueblo | EL PA\u00cdS Am\u00e9rica Colombia (elpais.com)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\"><span>[5]<\/span><\/a> <a href=\"https:\/\/cambiocolombia.com\/articulo\/pais\/quien-esta-matando-los-awa\">\u00bfQui\u00e9n est\u00e1 matando a los aw\u00e1? | Cambio Colombia<\/a><\/p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_button url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Download als PDF&#8220; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.17.6&#8243; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_bg_color=&#8220;#55677f&#8220; button_border_width=&#8220;2px&#8220; button_border_color=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;0px&#8220; button_letter_spacing=&#8220;4px&#8220; button_font=&#8220;Source Sans Pro|700||on|||||&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||&#8220; custom_padding=&#8220;12px|87px|12px|87px|true|true&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; button_url=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Massaker-Awa-3.juli-2022.pdf&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]\r[\/et_pb_button][et_pb_sidebar area=&#8220;et_pb_widget_area_1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im M\u00e4rz 2021 hatten wir eine virtuelle Vortrags- und Lobbyreise von VertreterInnen des Volkes der Aw\u00e1 mitorganisiert, nun wurden erneut drei Mitglieder dieses von der Ausl\u00f6schung bedrohten Volkes ermordet. 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