{"id":7705,"date":"2021-04-01T09:17:39","date_gmt":"2021-04-01T07:17:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.askonline.ch\/?p=7705"},"modified":"2021-04-01T09:17:39","modified_gmt":"2021-04-01T07:17:39","slug":"fleischkonsum-abholzung-und-unnachvollziehbare-zusammenhaenge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kolko.net\/askonline\/themen\/wirtschaft-menschenrechte\/fleischkonsum-abholzung-und-unnachvollziehbare-zusammenhaenge","title":{"rendered":"Fleischkonsum, Abholzung und (un)nachvollziehbare Zusammenh\u00e4nge"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; custom_margin=&#8220;-22px|auto||auto||&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_post_title author=&#8220;off&#8220; categories=&#8220;off&#8220; comments=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; title_font=&#8220;|800|||||||&#8220; title_text_color=&#8220;#f39900&#8243; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220; border_width_bottom=&#8220;2px&#8220; border_color_bottom=&#8220;#f39900&#8243;][\/et_pb_post_title][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.2&#8243; text_font=&#8220;Noto Serif||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><em>Von Lisa Alvarado<\/em><\/p>\n<p><i>\u00dcber das Thema Fleischkonsum wird in Europa und auch in der Schweiz schon seit einigen Jahren kritisch diskutiert. Soja aus Brasilien als Tierfutter f\u00fcr Schweizer Vieh ist ein Stichwort. Doch auch direktere Zusammenh\u00e4nge wie die Abholzung von Prim\u00e4rwald um Viehweiden zu schaffen spielen eine wichtige Rolle. Doch obwohl es viele wissenschaftliche Studien gibt, die solche Zusammenh\u00e4nge aufzeigen, ist es heute immer noch schwierig, ganze Lieferketten nachvollziehbar zu \u00fcberwachen. Und die Firmen geraten unter zunehmenden Druck.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/i><\/p>\n<p>Am 4. M\u00e4rz 2021 pr\u00e4sentierten Indigene aus dem brasilianischen und kolumbianischen Amazonas zusammen mit franz\u00f6sischen und US-amerikanischen NGO <a id=\"anker1\" href=\"#fn1\">[1]<\/a>\u00a0eine Klage vor dem Gericht in Saint-Etienne, Frankreich, und zwar gegen die Casino-Gruppe, ein globaler Detailhandelsriese. Der Grund daf\u00fcr ist der Verkauf von Rindfleisch, das mit Abholzung und Landraub in Brasilien und Kolumbien in Verbindung gebracht wird.<br \/>Im Rahmen des im M\u00e4rz 2017 verabschiedeten franz\u00f6sischen Sorgfaltspflichtgesetzes, das in Frankreich ans\u00e4ssige Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern dazu verpflichtet, angemessene und wirksame Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um schwerwiegende Menschenrechts- und Umweltverst\u00f6\u00dfe in ihrer gesamten Lieferkette zu verhindern, fordern die indigenen Gruppen eine Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Sch\u00e4den, die an ihren traditionellen Gebieten entstanden sind, und f\u00fcr die Auswirkungen auf ihre Lebensgrundlagen. Dies ist das erste Mal, dass eine Supermarktkette wegen Abholzung und Menschenrechtsverletzungen unter diesem Gesetz (\u00abloi sur le devoir de vigilance\u00bb auf Franz\u00f6sisch) vor Gericht kommt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fany Kuiru Castro, Direktorin der Nationalen Organisation der indigenen V\u00f6lker des kolumbianischen Amazonasgebietes (OPIAC), eine der anklagenden indigenen Organisationen, zeigt anhand des indigenen Volkes der Nukak in Guaviare die Auswirkungen der Viehwirtschaft. Um mehr Weidefl\u00e4chen zu schaffen, werden grosse Waldfl\u00e4chen abgeholzt, welche traditionell von den Nukak genutzt wurden. Die Bev\u00f6lkerung der Nukak wurde in den letzten Jahren durch dieses Eindringen in ihr Territorium stark dezimiert. Indigene auf der ganzen Welt betonen immer wieder ihren Bezug, aber auch ihre Abh\u00e4ngigkeit von ihrem Territorium. Ihre Identit\u00e4t ist verbunden mit geographisch spezifischen spirituellen Orten, die von ausl\u00e4ndischen Investoren, mit Erlaubnis der nationalen Regierung, ignoriert und abgeholzt werden. Dazu kommt, dass ihre Jagdgr\u00fcnde kleiner werden, wodurch eine wichtige Nahrungsquelle eingeschr\u00e4nkt wird. Ausserdem bringen Holzf\u00e4ller h\u00e4ufig Krankheiten, Prostitution und Alkohol in abgelegene Gegenden, wie es das Gebiet der Nukak ist. &#8222;Wir fordern einen Plan zur \u00dcberwachung der Lieferkette, damit sichergestellt werden kann, dass kein Glied im Fleischproduktionsprozess die Rechte der indigenen V\u00f6lker verletzt&#8220;, so <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/es\/amazonas-organizaciones-ind%C3%ADgenas-denuncian-a-cadena-de-supermercados-francesa\/a-56788449%20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kuiru Castro<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei der Klage in Frankreich geht es im Fall Kolumbien um die Exito-Gruppe, welche zur angeklagten Casino-Gruppe geh\u00f6rt. Die bekannte Supermarktkette hat Filialen im ganzen Land, und bezieht auch Fleisch aus dem eigenen Land. Auf Nachfrage der Zeitung <a href=\"https:\/\/www.eltiempo.com\/vida\/medio-ambiente\/acusan-a-cadena-de-supermercado-francesa-de-deforestar-en-colombia-570783\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">El Tiempo<\/a> antwortete die Exito-Gruppe, dass sie Pioniere seien in der Umsetzung einer nachhaltigen Fleischproduktion, und dass sie 100% ihrer Anbaufl\u00e4chen (mehr als 37&#8217;000 ha) ihrer 39 Lieferanten \u00fcberwachen, \u00abweshalb das gesamte Fleisch, das in unseren Gesch\u00e4ften verkauft wird, von Farmen stammt, die sich f\u00fcr den Erhalt der nat\u00fcrlichen \u00d6kosysteme einsetzen.\u00bb So hat die Firma letztes Jahr auch das Label GANSO eingef\u00fchrt, welches Produkte mit sogenannten Nachhaltigkeitsattributen auszeichnet und die es momentan in 5 Filialen des Carulla FreshMarket zu kaufen gibt.<br \/>Doch obwohl das Monitoringsystem der Exito-Gruppe zusammen mit dem WWF und weiteren Umweltorganisationen erstellt wurde, beinhaltet es einige L\u00fccken. So wird beispielsweise nur die letzte Phase (Mastphase) der Rinderzucht \u00fcberwacht. Das heisst, es kann nicht sichergestellt werden, dass die Produkte keine Abholzung oder Verletzung der Menschenrechte bedeuten, da die anderen Phasen gar nicht \u00fcberwacht werden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und es gibt noch einen weiteren Grund, weshalb diese \u00fcberaus positive Aussage von Exito mit Vorsicht zu geniessen ist. Denn w\u00e4hrend die Lieferkette in Brasilien tats\u00e4chlich einigermassen nachvollzogen werden kann <a id=\"anker2\" href=\"#fn2\">[2]<\/a>, fehlen in Kolumbien die dazu n\u00f6tigen Informationen. Laut Javier Ortiz, Direktor des Tropical Forest Alliance (TFA) ist es in Kolumbien unm\u00f6glich zu wissen, welcher Supermarkt Fleisch verkauft, das von Fl\u00e4chen kommt, die zuvor entwaldet wurden, weil diese Nachverfolgung schlicht nicht gegeben ist. \u00abIch w\u00fcrde gerne wissen, woher sie [die \u00c9xito-Gruppe] die Informationen bekommen, um zu wissen, woher das Fleisch von \u00c9xito kommt, denn bisher wei\u00df das niemand, und genau daran arbeiten wir mit den Unternehmen und dem Staat, denn in Kolumbien gibt es keine R\u00fcckverfolgbarkeit der Viehbest\u00e4nde.\u00bb sagt <a href=\"https:\/\/www.eltiempo.com\/vida\/medio-ambiente\/acusan-a-cadena-de-supermercado-francesa-de-deforestar-en-colombia-570783%20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ortiz<\/a>. Sie seien daran, die Informationen \u00fcber Entwaldung, die vom kolumbianischen Landwirtschaftsinstitut (ICA) bearbeitet werden, mit denen des Instituts f\u00fcr Hydrologie, Meteorologie und Umweltstudien (IDEAM) zu kreuzen. Das sei die einzige M\u00f6glichkeit, herauszufinden, wo Vieh auf ehemals bewaldeten Fl\u00e4chen gehalten werde. Doch hier tauche bereits ein erstes Hindernis auf. Das ICA h\u00e4lt seine Informationen streng geheim, seien diese doch vertraulich und teils h\u00f6chst sensibel, weshalb sie nicht einmal mit anderen Regierungsstellen geteilt werden. Weshalb die Daten teils sensibel seien, ist nicht bekannt.<br \/>Trotzdem sieht Ortiz die Exito-Gruppe durchaus als f\u00fcr die Umwelt engagiert. So ist sie denn Teil der freiwilligen Abkommen f\u00fcr \u00abNull-Abholzung\u00bb <a id=\"anker3\" href=\"#fn3\">[3]<\/a> und auch sonst laut Ortiz sehr engagiert, eigene Analysen ihrer Lieferanten durchzuf\u00fchren, um zu verstehen, wo die Schwachpunkte in ihren Lieferketten liegen k\u00f6nnten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leider reicht freiwilliges Engagement in den allermeisten F\u00e4llen nicht aus, und eine Aussage der Casino-Gruppe zeigt klar die Wichtigkeit der Klage in Frankreich. In einer Antwort an die Kl\u00e4ger teilt die Casino-Gruppe mit, dass sie es \u00abaufgrund der geringen Anzahl an Berichten, die Rinder als Treiber der Abholzung in Kolumbien in Verbindung bringen\u00bb nicht f\u00fcr relevant halten, das Land in den Geltungsbereich ihres Sorgfaltspflichtplans aufzunehmen.<br \/>Mit dieser Aussage versucht sich die Casino-Gruppe klar aus der Verantwortung zu ziehen. Denn wie bereits weiter oben dargelegt, liegt der Grund f\u00fcr die geringe Anzahl Berichte darin, dass das ICA seine Daten nicht \u00f6ffentlich macht. Das heisst aber nicht, dass gar keine Daten vorhanden sind. Es gibt durchaus viele <a href=\"https:\/\/wwf.panda.org\/discover\/our_focus\/forests_practice\/deforestation_fronts_\/%20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berichte<\/a> die bezeugen, dass Kolumbien eine der h\u00f6chsten Entwaldungsraten der Welt hat, und Viehzucht dabei die Hauptursache ist.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn die Klage vom Gericht in Saint-\u00c9tienne, dem Sitz der Casino-Gruppe, angenommen wird, k\u00f6nnte der Fall fr\u00fchestens in einem Jahr vor Gericht gehen. Laut dem Anwalt <a href=\"https:\/\/elpais.com\/clima-y-medio-ambiente\/2021-03-03\/indigenas-de-colombia-y-brasil-demandan-a-una-cadena-de-supermercados-francesa-por-la-deforestacion-de-la-amazonia.html%20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sebastien Mabile<\/a> von Seattle Avocats wollen sie mit diesem Prozess erreichen, dass das Unternehmen &#8222;einen neuen Plan mit geeigneten Ma\u00dfnahmen beschlie\u00dft, um die Abholzung bei der Lieferung von Rindfleisch im Amazonasgebiet zu stoppen&#8220;. Dar\u00fcber hinaus fordern die Kl\u00e4ger eine &#8222;Entsch\u00e4digung f\u00fcr erlittene Sch\u00e4den&#8220; in H\u00f6he von mehr als drei Millionen Euro f\u00fcr die vertretenen indigenen Gemeinden und 10.000 Euro f\u00fcr jede Kl\u00e4gervereinigung als Anerkennung des &#8222;moralischen Schadens&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser Artikel basiert auf folgenden Quellen:<\/p>\n<p><span><a href=\"https:\/\/www.asso-sherpa.org\/amazon-indigenous-communities-and-international-ngos-sue-supermarket-giant-casino-over-deforestation-a\">https:\/\/www.asso-sherpa.org\/amazon-indigenous-communities-and-international-ngos-sue-supermarket-giant-casino-over-deforestation-and-human-rights-violations<\/a><\/span><span><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><a href=\"https:\/\/www.eltiempo.com\/vida\/medio-ambiente\/acusan-a-c\">https:\/\/www.eltiempo.com\/vida\/medio-ambiente\/acusan-a-cadena-de-supermercado-francesa-de-deforestar-en-colombia-570783<\/a><\/span><span><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><a href=\"https:\/\/www.semana.com\/actualidad\/articulo\/demandan-a-gr\">https:\/\/www.semana.com\/actualidad\/articulo\/demandan-a-grupo-casino-en-francia-por-deforestacion-en-la-amazonia\/59763\/<\/a><\/span><span><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><a href=\"https:\/\/elpais.com\/clima-y-medio-ambiente\/2021-03-03\/indige\">https:\/\/elpais.com\/clima-y-medio-ambiente\/2021-03-03\/indigenas-de-colombia-y-brasil-demandan-a-una-cadena-de-supermercados-francesa-por-la-deforestacion-de-la-amazonia.html<\/a><\/span><span><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><a href=\"https:\/\/www.dw.com\/es\/amaz\">https:\/\/www.dw.com\/es\/amazonas-organizaciones-ind%C3%ADgenas-denuncian-a-cadena-de-supermercados-francesa\/a-56788449<\/a><\/span><span><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span class=\"Apple-converted-space\"><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span class=\"Apple-converted-space\"><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span class=\"Apple-converted-space\">Kommentar der Regiogruppe Luzern:<\/span><\/span><\/p>\n<p>Wir emp\u00f6ren uns, dass die KVI Gegner*innen damit argumentieren konnten, dass die Schweiz das erste Land mit einer solchen Regelung w\u00e4re. Doch eigentlich zeigt gerade dieser Artikel, dass die anderen L\u00e4nder bereits in der Umsetzung des KVI Anliegens sind. Wir sind \u00fcberzeugt, dass es Sinn macht, solche Anliegen wie diejenige der Indigenen im Land der Mutterkonzerne anzuprangern. Genau dieses Beispiel best\u00e4tigt dies wieder.<\/p>\n<div><span>Ein Artikel zum Vergleich zum Thema Konzernverantwortung aktuell aus der Schweiz: <\/span><\/div>\n<div><span lang=\"ES\"><a href=\"https:\/\/www.20min.ch\/story\/raeumt-die-polizei-heute-den-besetzten-huegel-in-eclepens-vd-617108578284\"><span lang=\"DE\">https:\/\/www.20min.ch\/story\/raeumt-die-polizei-heute-den-besetzten-huegel-in-eclepens-vd-617108578284<\/span><\/a><\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a id=\"fn1\"><\/a><a href=\"#anker1\">[1]<\/a> Die Kl\u00e4ger bestehen aus den indigenen Dachorganisationen des brasilianischen und des kolumbianischen Amazonas (COIAB und OPIAC), der indigenen Organisationen des Par\u00e1 (FEPIPA) und des Mato Grosso (FEPOIMT), der pastoralen Landkommission (CPT) und den NGO Canop\u00e9e, Envol Vert, France Nature Environnement, Mighty Earth, Notre Affaire \u00e0 Tous und Sherpa.<br \/><a id=\"fn2\"><\/a><a href=\"#anker2\">[2]<\/a> Die Analyse des Center for Climate Crime Analysis (CCCA) zeigt, dass die Casino Gruppe regelm\u00e4ssig Fleisch von drei Schlachth\u00f6fen bezogen hat, die dem Fleischriesen JBS geh\u00f6ren. Diese drei Schlachth\u00f6fe bezogen Rinder von 592 Lieferanten, die zwischen 2008 und 2020 f\u00fcr die Entwaldung von mindestens 50&#8217;000 ha verantwortlich waren. Das ist eine Fl\u00e4che f\u00fcnfmal so gross wie Paris.<br \/><a id=\"fn3\"><\/a><a href=\"#anker3\">[3]<\/a> Dies sind Abkommen, die getragen werden von der Tropical Forest Alliance (TFA), dem UNO-Programm f\u00fcr Entwicklung, der New Yorker Erkl\u00e4rung \u00fcber W\u00e4lder und dem kolumbianischen Runden Tisch \u00fcber nachhaltige Viehhaltung. Laut dem kolumbianischen Umweltministerium hat die Regierung mit Unterst\u00fctzung der TFA eine Reihe von freiwilligen Vereinbarungen zwischen Wirtschaftssektoren angef\u00fchrt, in denen sie sich verpflichtet haben, den Abholzungs-Fu\u00dfabdruck ihrer Lieferketten zu eliminieren; so entstanden die &#8222;Acuerdos cero deforestaci\u00f3n&#8220;, eine Strategie, die zum Erhalt stehender W\u00e4lder beitragen und verhindern soll, dass landwirtschaftliche Rohstoffe ein Faktor der Abholzung sind, und die es den Verbrauchern erm\u00f6glicht, Null-Abholzungs-Produkte auf dem Markt zu erkennen. Solche freiwilligen Abkommen gibt es bisher in den Sektoren Palm\u00f6l, Milchwirtschaft, Viehhaltung und Kakaoanbau. Quelle: <a href=\"https:\/\/www.minambiente.gov.co\/index.php\/acuerdos-cero-deforestacion\">https:\/\/www.minambiente.gov.co\/index.php\/acuerdos-cero-deforestacion<\/a><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_button url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Download als PDF&#8220; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.2&#8243; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_bg_color=&#8220;#55677f&#8220; button_border_width=&#8220;2px&#8220; button_border_color=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;0px&#8220; button_letter_spacing=&#8220;4px&#8220; button_font=&#8220;Source Sans Pro|700||on|||||&#8220; button_icon=&#8220;%%266%%&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||&#8220; custom_padding=&#8220;12px|87px|12px|87px|true|true&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; locked=&#8220;off&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243; button_url=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Newsletter612-Artikel-Fleisch-Abholzung-neu.pdf&#8220;]<br \/>\n[\/et_pb_button][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/lucha-contra-deforestacion.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.2&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243; title_text=&#8220;lucha contra deforestacion&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_sidebar area=&#8220;et_pb_widget_area_1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber das Thema Fleischkonsum wird in Europa und auch in der Schweiz schon seit einigen Jahren kritisch diskutiert. 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