{"id":7537,"date":"2020-12-21T13:43:00","date_gmt":"2020-12-21T12:43:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.askonline.ch\/?p=7537"},"modified":"2020-12-25T13:49:17","modified_gmt":"2020-12-25T12:49:17","slug":"menschenrechte-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kolko.net\/askonline\/allgemein\/menschenrechte-2021","title":{"rendered":"Menschenrechte 2021"},"content":{"rendered":"\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; custom_margin=&#8220;-22px|auto||auto||&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_post_title author=&#8220;off&#8220; categories=&#8220;off&#8220; comments=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; title_font=&#8220;|800|||||||&#8220; title_text_color=&#8220;#f39900&#8243; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220; border_width_bottom=&#8220;2px&#8220; border_color_bottom=&#8220;#f39900&#8243;][\/et_pb_post_title][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; text_font=&#8220;Noto Serif||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<p><em>\u00dcbersetzt von Stephan Suhner<br \/> <\/em><\/p>\n<p><em>Meinungsbeitrag von Gustavo Gall\u00f3n, Direktor der Kolumbianischen Juristenkommission<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span><strong>[1]<\/strong><\/span><\/a><\/em><\/p>\n<p>Die Herausforderungen im Menschenrechtsbereich sind im Jahr 2021 f\u00fcr Kolumbien enorm. Die eine ist es, die Ermordung von MenschenrechtsverteidigerInnen, sozialen F\u00fchrungspersonen, FriedensaktivistInnen und ehemaligen K\u00e4mpferInnen zu verhindern. Die Kolumbianische Juristenkommission hat vom 1. Januar bis 7. Dezember dieses Jahres 293 Morde an F\u00fchrungspersonen und MenschenrechtsverteidigerInnen registriert, das heisst im Durchschnitt fast eine Person pro Tag. Das ist eine unertr\u00e4gliche Situation, die zudem nicht besser wird, sondern sich weiter verschlimmert. Die Regierung sieht es anders. Der Pr\u00e4sident hebt sogar hervor, dass die Morde zur\u00fcckgegangen seien. Das kann sein, aber es gilt nicht f\u00fcr die Gruppe der sozialen F\u00fchrungspersonen, f\u00fcr die es eine spezielle Politik zu deren Schutz braucht, die aber von den Beh\u00f6rden immer noch nicht definiert ist.<\/p>\n<p>Die andere Herausforderung hat mit der Respektierung und der Erf\u00fcllung des Friedensabkommens zu tun. Obwohl es Fortschritte in Bezug auf die Entwicklungspl\u00e4ne mit territorialem Fokus PDET gab, fehlt im Bereich der integralen Agrarreform und der freiwilligen Substituierung der illegalen Pflanzungen noch viel. Die Regierung hat keine Absicht gezeigt, diese Themen vorw\u00e4rts zu treiben. Zudem war die Haltung der Regierung dem Integralen System f\u00fcr Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und Garantien f\u00fcr die Nichtwiederholung (das heisst die Sonderjustiz f\u00fcr den Frieden, die Wahrheitskommission und die Sucheinheit f\u00fcr verschwundene Personen) feindlich gesinnt und ihr Budget wurde gek\u00fcrzt. Es wird schwierig sein, diesen Widerwillen der Regierung zu \u00fcberwinden, aber es muss das Notwendige getan werden, damit diese Verpflichtungen erf\u00fcllt werden. Die internationalen \u00dcberwachungsmechanismen des Abkommens (der UNO Sicherheitsrat, der UNO Menschenrechtsrat, die Europ\u00e4ische Union, der Internationale Strafgerichtshof und verschiedene L\u00e4nder in den bilateralen Beziehungen) sind ein wichtiges Bollwerk zum Schutz des Abkommens.<\/p>\n<p>Die \u00dcberwindung der Armut und der Ungleichheit ist ebenfalls eine enorme Herausforderung, die sich durch die Corona-Pandemie noch verschlimmert hat. Der Verlust an Arbeitsstellen und das riesige Ausmass an informeller Arbeit hat die Notwendigkeit einer ambitionierteren Sozialpolitik eindr\u00fccklich offen gelegt. Diese Sozialpolitik sollte die Rechte der verletzlichsten Bev\u00f6lkerungsgruppen garantieren und die Entwicklung der ganzen kolumbianischen Gesellschaft erm\u00f6glichen. Instrumente wie die universelle Grundrente werden dazu immer dringender und notwendiger.<\/p>\n<p>Die St\u00e4rkung des sozialen Rechtsstaates ist von \u00e4usserster Wichtigkeit. Dabei geht es um die Unabh\u00e4ngigkeit der Justiz und die Beibehaltung der Ausgleichsmechanismen zwischen den einzelnen staatlichen Kr\u00e4ften. Die Situation in diesem Bereich ist nicht sehr viel versprechend: es kam zu Anfeindungen gegen das Justizwesen als Reaktion auf die Strafuntersuchungen wegen der eventuellen Bestechung von falschen Zeugen durch den Expr\u00e4sidenten Uribe. Die St\u00e4rkung des sozialen Rechtsstaates hat auch mit der Pr\u00e4senz der zivilen staatlichen Institutionen im ganzen nationalen Territorium zu tun. Es ist eine Vorbedingung, um das Leben der sozialen F\u00fchrungspersonen zu garantieren und steht in enger Beziehung mit der ersten genannten Herausforderung.<\/p>\n<p>Die Menschenrechtsbewegung steht also n\u00e4chstes Jahr enormen Herausforderungen gegen\u00fcber. Es wird zweifelsohne ein schwieriges Jahr werden. Hoffentlich wird es auch ein frohes Jahr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><span>[1]<\/span><\/a> <span><a href=\"https:\/\/www.elespectador.com\/opinion\/derechos-humanos-en-2021\/\">https:\/\/www.elespectador.com\/opinion\/derechos-humanos-en-2021\/<\/a><\/span><\/p>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_button url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Download als PDF&#8220; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_bg_color=&#8220;#55677f&#8220; button_border_width=&#8220;2px&#8220; button_border_color=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;0px&#8220; button_letter_spacing=&#8220;4px&#8220; button_font=&#8220;Source Sans Pro|700||on|||||&#8220; button_icon=&#8220;%%266%%&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||&#8220; custom_padding=&#8220;12px|87px|12px|87px|true|true&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; locked=&#8220;off&#8220; button_url=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Menschenrechte-2021-Meinungsbeitrag-Gallon-CCJ.pdf&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]\r[\/et_pb_button][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Gallon-770&#215;470-1.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.7.7&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243; title_text=&#8220;Gall\u00f3n-770&#215;470&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_sidebar area=&#8220;et_pb_widget_area_1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Herausforderungen im Menschenrechtsbereich sind im Jahr 2021 f\u00fcr Kolumbien enorm. 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