{"id":7161,"date":"2020-07-06T09:10:44","date_gmt":"2020-07-06T07:10:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.askonline.ch\/?p=7161"},"modified":"2020-07-06T09:10:46","modified_gmt":"2020-07-06T07:10:46","slug":"las-pavas-die-geschichte-wiederholt-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kolko.net\/askonline\/themen\/menschenrechte\/las-pavas-die-geschichte-wiederholt-sich","title":{"rendered":"Las Pavas &#8211; Die Geschichte wiederholt sich"},"content":{"rendered":"\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; custom_margin=&#8220;-22px|auto||auto||&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_post_title author=&#8220;off&#8220; categories=&#8220;off&#8220; comments=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; title_font=&#8220;|800|||||||&#8220; title_text_color=&#8220;#f39900&#8243; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220; border_width_bottom=&#8220;2px&#8220; border_color_bottom=&#8220;#f39900&#8243;][\/et_pb_post_title][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.4.8&#8243; text_font=&#8220;Noto Serif||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243;]<p><em>Von Felicitas Fischer<\/em><\/p>\n<p>Der Prozess um die Hacienda Las Pavas ist einer der ber\u00fchmtesten Landprozesse Kolumbiens mit einer Strahlkraft, die weit \u00fcber die Grenzen Kolumbiens hinausreicht. Mehrere NGOs unterst\u00fctzen die von Armut, Gewalt und Vertreibung bedrohten Bauernfamilien mit Projekten zur Verbesserung ihrer Lebensgrundlage, die Universidad Javeriana aus Bogot\u00e1 leistet rechtliche Beihilfe. Seit f\u00fcnfzehn Jahren ersuchen die 123 Familien, welche Mitte der 90er Jahre begonnen hatten das brach gelegene Land der Hacienda Las Pavas zu bewohnen und bewirtschaften, die rechtliche Anerkennung der von ihnen genutzten Parzellen. Trotz positiver rechtlicher Schritte f\u00fcr die Kleinbauern in Las Pavas, \u201ePaveros\u201c genannt, und trotz ihrer Auszeichnung mit dem <a href=\"https:\/\/www.pdpmm.org.co\/index.php\/item\/comunidad-de-la-hacienda-las-pavas-ganadora-del-premio-nacional-de-paz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">nationalen Friedenspreis<\/a> kehrt die Gewalt immer wieder zur\u00fcck nach Las Pavas, mit sich wiederholenden Mustern.<\/p>\n<p>Es gibt die offizielle, juristische Ebene des Konflikts um die rechtm\u00e4ssige Besitzerin des Landes. Und es gibt die Realit\u00e4t der Gewalt und der Konfrontationen vor Ort. Obwohl sich beide Ebenen in gewisser Weise gegenseitig bedingen, hat manchmal erstere nichts mit der tats\u00e4chlich gelebten Erfahrung auf der Hacienda zu tun. Dies zeigte sich am 4. Februar 2020 erneut auf brutale Weise. Erst am 14. Januar 2020 hatte das oberste Verwaltungsgericht Kolumbiens, der Consejo de Estado, zum wiederholten Male best\u00e4tigt, dass die Hacienda Las Pavas staatliches Brachland ist, also nicht in Privatbesitz \u00fcbergehen k\u00f6nne. Ein \u00e4usserst positives Signal f\u00fcr die Kleinbauern und eigentlich ein Grund zu feiern. Die Realit\u00e4t vor Ort zeichnet jedoch ein anderes Bild: Am Nachmittag des 4. Februars wird ein in Las Pavas stehendes Holzhaus, das Emiliano Alvear und seiner vierk\u00f6pfigen Familie geh\u00f6rt, komplett niedergebrannt. Werkzeuge, Schlafzimmer, K\u00fcche, nichts davon bleibt erhalten. Die Z\u00e4une, die das Grundst\u00fcck von Alvear abgrenzen sind niedergerissen, alle G\u00e4nse und H\u00fchner gestohlen. F\u00fcr die Kleinbauern ist klar wer die T\u00e4ter sind: Arbeiter der Palm\u00f6lfirma Aportes San Isidro, die sich als rechtm\u00e4ssige Besitzerin des Landes sieht, angef\u00fchrt von ihrem Handlanger Mario Marmol. Nur wenige Tage zuvor hatte dieser zusammen mit vier weiteren M\u00e4nnern Emilianos Bruder Tito bedroht. Ein Vergeltungsschlag, der sich einreiht in eine lange Geschichte der Schikanen und unterschwelligen Gewalt gegen\u00fcber den Paveros.<br \/> Und eine erschreckende Wiederholung der Ereignisse, die sich erst ein Jahr zuvor zugetragen haben. Am 30. Januar 2019 wurden gleich drei Holzh\u00fctten von Kleinbauern niedergebrannt, die Z\u00e4une zerst\u00f6rt und das Vieh auf die Felder getrieben, um die Ernte zu zerst\u00f6ren. Auch dies kam als Reaktion auf einen positiven Entscheid f\u00fcr die Kleinbauernfamilien. Das oberste Verwaltungsgericht hatte einen Rekurs abgelehnt, den das Palm\u00f6lunternehmen gegen die Enteignung von 2012 eingelegt hatte. W\u00e4hrend sich der juristische Prozess immer mehr zu Gunsten der Kleinbauernorganisation ASOCAB zu entwickeln scheint, geh\u00f6ren Unsicherheit, Bedrohung und Gewalt, illegal gepflanzte Palmen und Konflikte innerhalb der Gemeinschaft noch immer zum Alltag der Paveros. Begleitet wird diese Realit\u00e4t von einem fahlen Geschmack der Vernachl\u00e4ssigung jeglicher staatlicher Beh\u00f6rden und der bitteren Tatsache der Straflosigkeit, die in Kolumbiens abgelegenen Regionen herrscht.<br \/> Der Landkonflikt um Las Pavas zeigt beispielhaft auf, womit Kolumbiens l\u00e4ndliche Bev\u00f6lkerung seit Jahrzehnten zu k\u00e4mpfen hat: einem undurchsichtigen und widerspr\u00fcchlichen Rechtsapparat, sich scheinbar endlos wiederholender Gewalt, und latent darunterliegend: einer alarmierenden Straflosigkeit.<\/p>\n<p>Wenn man sich die rechtliche Geschichte von Las Pavas anschaut, kann man wirklich den Eindruck bekommen, die rechte Hand des Staates wisse nicht was die linke tut, oder wolle es nicht wissen. Im Jahr 2005 initiieren die 123 Familien den Prozess f\u00fcr die Anerkennung des Landes als Brachland mit der Berechtigung, es zu bewohnen und bewirtschaften. Als ersten Schritt braucht es daf\u00fcr eine Besitzrechterl\u00f6schung (extinci\u00f3n de dominio) des ehemaligen Besitzers, eines Onkels von Pablo Escobar. Dies ist nach kolumbianischem Recht m\u00f6glich sofern der Besitzer sein Land mindestens drei Jahre brach liegen l\u00e4sst und es danach mindestens f\u00fcnf Jahre lang von jemand anderem bewohnt wurde. Da Escobar die Hacienda nach der Festnahme seines Neffen verlassen hatte und die Kleinbauern Las Pavas seit 1994 besiedeln, wird dieses Kriterium erf\u00fcllt. Incoder, die damalige Beh\u00f6rde f\u00fcr l\u00e4ndliche Entwicklung, best\u00e4tigt 2006 den Kleinbauern, dass sie seit mindestens sechs Jahren das Land bewohnen. Dummerweise vergisst einer der Funktion\u00e4re jedoch, eine Unterschrift unter den Entscheid zu setzen, was allerdings erst im Jahr 2010 auffliegt.<br \/> Die Kleinbauern werden als Reaktion auf den positiven Entscheid von bewaffneten M\u00e4nnern von der Hacienda vertrieben. Bereits zum zweiten Mal: lediglich drei Jahre zuvor, 2003, hatte Escobar seinen Stellvertreter Gustavo Sierra damit beauftragt, die Bauern zu vertreiben, um das Land verkaufen zu k\u00f6nnen. Was dieser mit Hilfe von Paramilit\u00e4rs des Bloque Central Bol\u00edvar der AUC, sowie des genannten Mario Marmol, auch tat. Tats\u00e4chlich kam es nun nach der zweiten gewaltsamen Vertreibung zu einem Kaufvertrag Escobars mit einem Palm\u00f6lfirmenkonglomerat. Ein Vertrag, der im Nachhinein illegal erkl\u00e4rt wurde, genauso wie die Pflanzungen der \u00d6lpalmen auf dem Gebiet der Hacienda, die darauf folgten.<br \/> Ebenso verh\u00e4lt es sich mit einer polizeilichen R\u00e4umung, die die Firma als vermeintliche Besitzerin gegen\u00fcber den \u201ebesetzenden\u201c Kleinbauern 2008 verlangte. Das lokale Gericht in San Mart\u00edn de Loba annulliert die R\u00e4umung, worauf der Entscheid weitergezogen wird und das Gericht in Mompox die R\u00e4umung wieder legalisiert. Zum dritten Mal werden die Bewohner*innen von Las Pavas gewaltsam vertrieben, diesmal vom Staat. Die Organisation der Kleinbauern von Las Pavas ASOCAB verlangt eine Revision der Vorf\u00e4lle und 2011 wird die R\u00e4umung vom obersten Verfassungsgericht dann nachtr\u00e4glich als illegal deklariert.<br \/> Zu sp\u00e4t f\u00fcr die Paveros, die die gewaltsamen Vertreibungen wiederholt haben \u00fcber sich ergehen lassen m\u00fcssen. W\u00e4hrend der kolumbianische Rechtsapparat L\u00fccken und Grauzonen produziert, materialisieren sich vor Ort brutale Tatsachen. Tatsachen wie die Palmen, die seit 2008 reihenweise auf dem Gebiet stehen und von Jahr zu Jahr gigantischer werden. Tatsachen wie die Konfrontationen zwischen Palm\u00f6larbeitern und Kleinbauern, wie das Verbrennen und die Zerst\u00f6rung der Lebensgrundlage der Paveros. Tatsachen wie der Begleitschutz, der zwei Wortf\u00fchrern von ASOCAB rund um die Uhr zur Verf\u00fcgung gestellt werden musste. Selbst richtungsweisende positive Entscheide wie 2012 die Anerkennung eines Grossteils der Fl\u00e4che (1339 ha) als staatliches Brachland und die Best\u00e4tigung der Besitzenteignung weiterer 1290 ha, oder der Gerichtsentscheid vom Januar 2020 scheinen nichts an der sich wiederholenden Gewalt zu \u00e4ndern.<br \/> N\u00e4hrboden f\u00fcr diesen sich schier endlos wiederholenden Kreislauf aus (teils widerspr\u00fcchlichen, teils vielversprechenden) Rechtsprechungen und gewaltsamen Vergeltungsschl\u00e4gen ist die in Kolumbien herrschende Straflosigkeit. Gem\u00e4ss des globalen Straflosigkeitsindexes befindet sich Kolumbien auf Platz 8 von 59 ber\u00fccksichtigten <a href=\"https:\/\/www.semana.com\/nacion\/articulo\/colombia-cifras-del-indice-global-de-impunidad-2019\/636246\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">L\u00e4ndern<\/a>. Besonders in den l\u00e4ndlichen Regionen Kolumbiens werden Verbrechen kaum geahndet. Folglich bleiben auch die Bedrohungen und Aggressionen gegen die Familien und deren Besitz in Las Pavas trotz unz\u00e4hliger Anzeigen ohne rechtliche Konsequenzen.<br \/> So ist es beispielsweise eine Realit\u00e4t, dass dieselbe Person, die 2003 zusammen mit Paramilit\u00e4rs des Bloque Central Bol\u00edvar die Kleinbauern gewaltsam aus Las Pavas vertrieben hatte heute von den Paveros als Drahtzieher der Brandstiftung im Februar 2020 identifiziert wird: Mario Marmol. Dieser sass f\u00fcr die Vertreibung von 2003 zwei Jahre lang im Gef\u00e4ngnis, wurde aber im Dezember 2018 freigesprochen, da das Gericht von Cartagena beschied, dass es 2003 doch keine gewaltsame Vertreibung durch Paramilit\u00e4rs gegeben habe. Obwohl dies der Meinung des obersten Verfassungsgerichtes <a href=\"https:\/\/www.corteconstitucional.gov.co\/relatoria\/buscag.php?cx=partner-pub-9947470192399292%3Ah29xyy-80om&amp;cof=FORID%3A9&amp;ie=ISO-8859-1&amp;q=las+pavas\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">widerspricht<\/a>, kam Marmol frei und lebt seit zwei Jahren erneut in einem von Aportes San Isidro errichteten Haus auf der Hacienda Las Pavas.<\/p>\n<p>Diese Tatsache zeigt einen weiteren besorgniserregenden Faktor auf: Nicht nur l\u00e4sst die Polizeiarbeit vor Ort zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, die kolumbianischen Beh\u00f6rden scheitern zudem daran, Verbrechen der Vergangenheit aber auch der Gegenwart, in einem Kontext viel breiterer krimineller Netzwerke und paramilit\u00e4rischer Machenschaften zu sehen. Netzwerke, die auch heute noch in weiten Regionen des Landes aktiv sind. Spricht man mit den Bewohner*innen in Las Pavas und dem benachbarten Buenos Aires, markieren Paramilit\u00e4rs auch heute noch regelm\u00e4ssig Pr\u00e4senz in der Region. So erz\u00e4hlen Bewohner*innen beispielsweise, dass zwei M\u00e4nner mit Abzeichen der AGC (Autodefensas Gaitanistas de Colombia) im Dezember 2019 in Buenos Aires auftauchten und nach dem Aufenthaltsort verschiedener Wortf\u00fchrer der Gemeinde fragten, vermutlich, um diese einzusch\u00fcchtern &#8211; oder Schlimmeres. W\u00e4hrend solche Einsch\u00fcchterungen vonseiten krimineller Netzwerke nicht direkt etwas mit den Entwicklungen des Landprozesses in Las Pavas zu tun haben m\u00fcssen, zeigen sie dennoch auf, in welchem Kontext der systematischen Kriminalit\u00e4t die kolumbianische Bev\u00f6lkerung noch immer lebt. Zu oft wird die Straflosigkeit in Kolumbien dadurch verst\u00e4rkt, dass die Regierung sich dagegen str\u00e4ubt, lokale Verbrechen in Verbindung mit den Machenschaften bewaffneter Gruppierungen zu sehen. Die unz\u00e4hligen politisch motivierten Morde an sozialen Wortf\u00fchrer*innen im Land, die nicht selten als \u201eeinfache\u201c Kriminalit\u00e4t abgetan werden, best\u00e4tigen diese Tendenz.<br \/> Die rechtlichen Schritte in Richtung der Legalisierung des Besitzanspruches der Paveros in Las Pavas sind wichtige Errungenschaften. Solange die Regierung jedoch Straflosigkeit walten l\u00e4sst, die Existenz des andauernden bewaffneten internen Konflikts aberkennt, organisiertes Verbrechen von rechts weiterhin als gemeinrechtliche Kriminalit\u00e4t abtut und Gewalt &#8211; sowohl zu Zeiten des B\u00fcrgerkriegs als auch in der Gegenwart &#8211; nicht systematisch aufarbeitet, werden Unsicherheit und Angst f\u00fcr die Kleinbauernfamilien eine traurige Realit\u00e4t bleiben.<\/p>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_button url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Download als PDF&#8220; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.4.8&#8243; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_bg_color=&#8220;#55677f&#8220; button_border_width=&#8220;2px&#8220; button_border_color=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;0px&#8220; button_letter_spacing=&#8220;4px&#8220; button_font=&#8220;Source Sans Pro|700||on|||||&#8220; button_icon=&#8220;%%266%%&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||&#8220; custom_padding=&#8220;12px|87px|12px|87px|true|true&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; locked=&#8220;off&#8220; button_url=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Artikel-Update-Las-Pavas_Felicitas-Fischer.pdf&#8220;]\r[\/et_pb_button][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/LasPavas2-scaled.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.4.8&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243; title_text=&#8220;LasPavas2&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_sidebar area=&#8220;et_pb_widget_area_1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Prozess um die Hacienda Las Pavas ist einer der ber\u00fchmtesten Landprozesse Kolumbiens mit einer Strahlkraft, die weit \u00fcber die Grenzen Kolumbiens hinausreicht. 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