{"id":7058,"date":"2020-06-02T10:00:17","date_gmt":"2020-06-02T08:00:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.askonline.ch\/?p=7058"},"modified":"2020-06-02T10:00:52","modified_gmt":"2020-06-02T08:00:52","slug":"wiederkehrende-gewalt-im-cauca","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kolko.net\/askonline\/themen\/frieden\/wiederkehrende-gewalt-im-cauca","title":{"rendered":"Wiederkehrende Gewalt im Cauca"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; custom_margin=&#8220;-22px|auto||auto||&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_post_title author=&#8220;off&#8220; categories=&#8220;off&#8220; comments=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; title_font=&#8220;|800|||||||&#8220; title_text_color=&#8220;#f39900&#8243; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220; border_width_bottom=&#8220;2px&#8220; border_color_bottom=&#8220;#f39900&#8243;][\/et_pb_post_title][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.3.4&#8243; text_font=&#8220;Noto Serif||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243;]<em>Von Lisa Alvarado<\/em><\/p>\n<p><span>Das Departement Cauca durchlebt momentan eine erschreckende Gewaltwelle. Die Zeitschrift Semana hat einen <a href=\"https:\/\/www.semana.com\/nacion\/articulo\/violencia-en-el-cauca-radiografia-de-la-lucha-armada-en-esa-region\/673451\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikel<\/a> publiziert, in dem sie im Detail beschreiben, wie und weshalb es zu solch einem schlimmen Zustand kommen konnte. Andere aktuelle Artikel zur Gewalt im Cauca erg\u00e4nzen unseren Artikel hier.<\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><span>Seit mehr als zwei Jahren leben die Bewohner der l\u00e4ndlichen Regionen des Cauca in Angst und Schrecken. In den 29&#8217;000 km2 und 42 Gemeinden bewegen sich mindestens sechs grosse kriminelle Strukturen, die von den ehemaligen FARC abstammen und unter der Dachgruppe Comando Coordinador de Occidente vereint sind. Dann gibt es auch den Clan del Golfo, eine paramilit\u00e4rische Struktur, sowie zwei ELN-Fronten. Diese Mischung aus verschiedenen illegalen Gruppen l\u00f6st einen Krieg aus um die Kontrolle \u00fcber den Drogen- und Waffenschmuggel in der Region, sowie den illegalen Goldabbau.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span>Gegeneinander k\u00e4mpfen die Gruppen allerdings eher wenig. Es ist die Zivilbev\u00f6lkerung, die mit einer Grausamkeit bek\u00e4mpft wird, die man nur mit den 90-er Jahren vergleichen kann, wo FARC und Paramilit\u00e4r ganze D\u00f6rfer massakriert hatten. Laut Daten der Polizei wurden im Cauca in den letzten vier Jahren mehr als 3&#8217;200 Personen umgebracht. Es werden Politikerinnen, Guardias Ind\u00edgenas, soziale F\u00fchrungspersonen, Umweltsch\u00fctzer, ehemalige FARC-K\u00e4mpfer, Bauernf\u00fchrerinnen, Pr\u00e4sidenten von Gemeinder\u00e4ten, Afrokolumbianer, Indigene und Kinder umgebracht. Sowie jeder, der gegen eine von den illegalen Gruppen verordnete Regel verst\u00f6sst, zum Beispiel die Ausgangssperre w\u00e4hrend der Coronakrise.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><span>Der Erzbischof von Popay\u00e1n sagt, das Niveau der Gewalt im Cauca habe menschenverachtende H\u00f6hen erreicht. Das Departement bietet alles, was die Illegalit\u00e4t sich w\u00fcnscht: Zwei Kordilleren, ausgedehnte rurale Gebiete, W\u00e4lder, Berge, Hanfpflanzungen im Norden und Kokapflanzungen im S\u00fcden, staatliche Vernachl\u00e4ssigung, einen Zugang zum Pazifik und Gold in den Fl\u00fcssen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span>W\u00e4hrend Kolumbien und die Welt versuchen COVID19 zu besiegen ist dies im Cauca noch eines der kleineren \u00dcbel. Seit Beginn der nationalen Quarant\u00e4ne wurden 37 Personen umgebracht (Stand 24.5.2020).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><strong>Warum diese verst\u00e4rkte Gewalt gerade jetzt?<\/strong><\/p>\n<p><span>Die Antwort h\u00e4ngt laut Semana davon ab, welches politische Lager sie gibt. Laut dem Gouverneur vom Cauca, Elias Larrahondo, hat die nationale Regierung nicht genug f\u00fcr das Departement getan. \u201eEs gibt Gebiete, die brauchen unbedingt staatliche Institutionen, und insbesondere auch Investitionen.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span>Der Cauca durchlebte eine Zeit der Ruhe und des Friedens w\u00e4hrend knapp zwei Jahren, dank dem Abzug der sechsten Front und der Kolumne Jacobo Arenas der FARC w\u00e4hrend dem Friedensprozess 2016. Der Frieden dauerte bis 2017, als Drogenschmuggler Geld aufwarfen, um diejenigen Ex-FARC, die mit dem Friedensvertrag nicht zufrieden waren, wieder zu den Waffen zu bringen. Die Narcos brauchten einen Stosstrupp, um die indigene Bev\u00f6lkerung zu konfrontieren, die mit dem vermeintlichen Ende des Konflikts einen Prozess der Harmonisierung des Territoriums einleiteten. Dieser spirituelle Prozess sah auch die Entfernung von illegalen Pflanzungen aus ihren D\u00f6rfern vor. So wurden pl\u00f6tzlich die grossen Hanfpflanzungen in den n\u00f6rdlichen Gemeinden des Caucas durch das entschlossene Vorgehen der Ahnenwache (guardia ancestral) gef\u00e4hrdet. Die erste illegale Gruppe, die in Miranda, Corinto, Caloto und Torib\u00edo, auch goldenes Hanfdreieck genannt, auftauchte, war die Kolumne Dagoberto Ramos, eine FARC-Dissidenz. Ihre erste Aktion war, eine Abschussliste mit mehr als 100 indigenen Namen zu zirkulieren. Die indigenen Organisationen reagierten auf die gleiche Weise, wie sie es fr\u00fcher mit den FARC getan hatten: Sie warteten eine formelle Vorladung ab, um dann mit den Kommandanten zu verhandeln. Nur verhandeln die Dissidenzen nicht, sie handeln bloss. Zwischen 2017 und 2020 brachten sie 121 indigene W\u00e4chterInnen und Gouverneure um, und dies nur im Norden des Departements.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><strong>Die unglaubliche St\u00e4rke der Indigenen<\/strong><\/p>\n<p><span>Mit den ersten Morden wurde klar, dass die Dissidenzen von mexikanischen Kartellen finanziert waren. Die Kadaver erschienen gezeichnet von Folter und begleitet von Drohnachrichten, um Angst zu verbreiten und massive Vertreibungen zu erreichen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span>Die Strategie der Angst beeindruckte die Indigenen allerdings nicht, die es gewohnt waren, ohne mit der Wimper zu zucken mit der FARC zu sprechen und in riesigen Mingas <a id=\"anker1\" href=\"#fn1\">[1]<\/a> in ihre Lager zu marschieren, um sich \u00fcber die gewaltt\u00e4tigen Aktionen gegen ihre Bev\u00f6lkerung zu beschweren. Mit den Dissidenzen wollten sie das gleich handhaben, nur konnten diese nicht gefunden werden. Sie bewegen sich schnell und bleiben nie lange am gleichen Ort. Sie greifen in kleinen Gruppen an und immer Ziele, die sie vorher eingehend studiert hatten. Sie agieren wie eine grosse Killerbande, die in den Bergen Zuflucht sucht und daf\u00fcr sorgt, dass niemand die Drogenschmuggelkette zu irgendeinem Zeitpunkt unterbricht.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span>Die Indigenen w\u00e4hlten schliesslich, sich gemeinsam zu organisieren und eine 24-st\u00fcndige Wache in ihren Territorien zu installieren. Dies mit dem Gedanken, dass ihre Einheit die Gewaltt\u00e4tigen abhalten w\u00fcrde, jedoch ohne Erfolg. 2019 gab es 46 Verbrechen gegen Gemeindebewohner und sechs Massaker bloss im Norden des Departements. Eines der ber\u00fcchtigtsten geschah am 29. Oktober in Tacuey\u00f3.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span>Die indigene Gouverneurin Cristina Bautista, best\u00fcrzt \u00fcber die st\u00e4ndigen Morde und Rekrutierungen von Minderj\u00e4hrigen in ihrer Gemeinde, schwor an einer Minga, dass sie sich beim n\u00e4chsten Mal mit den Gewaltt\u00e4tigen auseinandersetzen w\u00fcrden. \u201eWenn wir reden, t\u00f6ten sie uns, und wenn wir schweigen, t\u00f6ten sie uns auch\u201c sagte sie. Diese Gelegenheit kam bald. Am 29. Oktober entf\u00fchrten vier Dissidente der Dagoberto Ramos Front zwei Kinder aus einem Haus im Dorf La Luz. Am Dorfeingang wurden sie von der Guardia Ind\u00edgena gestoppt, die ein gepanzertes Auto quer \u00fcber die Strasse parkiert hatten. Sie retteten die entf\u00fchrten Kinder und diskutierten, was sie mit den Dissidenten machen sollten. Da wurden sie durch das Donnern von Langstreckenwaffen, die aus n\u00e4chster N\u00e4he abgefeuert wurden, unterbrochen. Mehr als zehn Minuten waren sie unter Beschuss. Einige Dorfbewohner, die keine andere Verteidigung als ihren F\u00fchrungsstab hatten, st\u00fcrzten sich in einen Abgrund von mehr als 20 Metern; andere fl\u00fcchteten in den Panzerwagen, und die Ungl\u00fccklichsten erhielten das Gewehrfeuer. Cristina starb. Au\u00dferdem f\u00fcnf einheimische Wachen.<\/span><\/p>\n<p><span>Am n\u00e4chsten Tag kehrten die Dissidenten zur\u00fcck und verbrannten das Auto, das unter den Sch\u00fcssen zerst\u00f6rt wurde.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span>In La Luz gab es in den n\u00e4chsten Tagen eine grosse Minga. Indigene aus allen Ecken des Cauca kamen. Mit ihren traditionellen F\u00fchrungsst\u00e4ben in der Luft schworen sie, nie auch nur einen Schritt zu weichen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><strong>Terror im Westen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span>W\u00e4hrend die Indigenen im Nordosten des Caucas stoischen Widerstand leisten, scheint der Westen in der Angst gefangen. Im Vorgang zu den Kommunalwahlen im September 2019 ermordeten Dissidente der Jaime Mart\u00ednez Front, die diese Seite des Departements kontrollieren, die liberale B\u00fcrgermeisterkandidatin von Su\u00e1rez, Karina Garc\u00eda. Einige Tage zuvor zitierte alias Mayimb\u00fa, Kommandant der Jaime Mart\u00ednez Front, alle Kandidaten der Region in die Berge um Jamund\u00ed, wo er sein Lager hatte. Er versprach, sich nicht in ihre Kampagnen einzumischen. Trotzdem liess er einige Tage sp\u00e4ter Karina Gar\u00eda ermorden. Sie war auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung, als ihr Auto unter Beschuss kam. Am n\u00e4chsten Tag konnten die Beh\u00f6rden zuerst weder die Kandidatin noch ihre Begleiter finden und sprachen schon von Entf\u00fchrung. Sp\u00e4ter stellte sich heraus, dass die Dissidenten das Auto angez\u00fcndet hatten und dieses die ganze Nacht brannte. Die Reste der Insassen waren mit dem Metall des Autos verschmolzen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span>Mayimb\u00fa, der Verantwortliche der Jaime Mart\u00ednez Front, ist laut Semana ein FARC-Dissidenter mit starken Beziehungen zum mexikanischen Sinaloa-Kartell. Er kontrolliert eine zentrale Stelle f\u00fcr den Drogenschmuggel mit Zugang zum Meer. Seine M\u00e4nner \u00fcbergeben die Drogen anscheinend den Mexikanern in Puerto Merizalde, von wo diese sie dann nach Zentralamerika verschiffen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span>Die Macht der Dissidenzen wuchs in kurzer Zeit gewaltig. Ihre Waffen verf\u00fcnffachten sich und der Kampf zwischen den beiden Fronten Dagoberto Ramos und Jaime Mart\u00ednez hinterliess ab und zu ein paar zerst\u00fcckelte Leichen auf dem Panamerikanischen Highway, ihrer unsichtbaren Grenze zwischen den Territorien. Ihre Macht ging soweit, dass sogar der B\u00fcrgermeister von Corinto Edward Garc\u00eda (2016-2019) seine Gemeinde wegen Drohungen verlassen und von Cali aus agieren musste.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><strong>Gemeinsam zu einem neuen Ziel<\/strong><\/p>\n<p><span>Wie bereits am Anfang dieses Artikels erw\u00e4hnt, sind die FARC-Dissidenzen im Cauca heute unter dem Comando Coordinador de Occidente vereint. Sie haben die Streitigkeiten untereinander mit dem Ziel zur Seite gelegt, das ganze Departement gemeinsam unter ihre Kontrolle zu bringen. Denn im S\u00fcden kontrollieren die Fronten Jos\u00e9 Mar\u00eda Becerra und Manuel Vasqu\u00e9z des ELN sowie kleinere paramilit\u00e4rische Gruppen des Clan del Golfo die gr\u00f6ssten Gebiete mit Kokapflanzungen. Anfangs 2020 begannen FARC-Dissidenzen, die von der Front Carlos Pati\u00f1o gef\u00fchrt werden, die Kokafelder und Schmuggelruten des S\u00fcdens streitig zu machen. Auch im S\u00fcden besteht eine wichtige Route mit Zugang zum Pazifik entlang dem Fluss Micay zwischen El Tambo und Argelia. In dieser Region war der Prozess zur Substitution von illegalen Pflanzungen durch Bauernf\u00fchrerInnen gut vorangekommen. Sie alle wurden bedroht und erhielten zwei Tage Zeit, ihre H\u00e4user zu verlassen. Diejenigen, die nicht fl\u00fcchteten, f\u00fcllen heute die Listen der ermordeten F\u00fchrungspersonen. Laut dem Institut f\u00fcr Entwicklung und Frieden (Indepaz) gab es dieses Jahr bereits 104 Morde an sozialen F\u00fchrungspersonen, 30 davon im Cauca (Stand 24.5.2020).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><strong>Immer und immer wieder<\/strong><\/p>\n<p><span>Nicht nur die Zeitschrift Semana macht auf den Terror im Cauca aufmerksam. Viele Artikel und Berichte belegen immer wieder, wie schlimm es um das Departement steht. Die Wahrheitskommission der Sonderjustiz hat in einem Bericht aufgezeigt, dass definitiv Verbindungen bestehen zwischen Mitgliedern der \u00f6ffentlichen Sicherheit (Polizei, Milit\u00e4r), dem ELN und dem illegalen Bergbau. Fast 2000 Personen haben freiwillig Zeugnisse vor der Wahrheitskommission abgelegt. Alejandra Miller, Mitglied der Kommission, <a href=\"https:\/\/www.radionacional.co\/noticia\/cauca\/comision-de-la-verdad-senala-alianzas-entre-grupos-armados-militares-actividades\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">sagt:<\/a> \u201eSie [Die Zeugen] erz\u00e4hlen uns von Allianzen zwischen \u00f6ffentlichen Sicherheitskr\u00e4ften, Drogenhandel und illegalem Bergbau, wobei es sehr schwierig ist, das eine vom anderen zu unterscheiden. Es gibt die Zeugenaussage eines Milit\u00e4roffiziers, die Verbindungen zwischen Milit\u00e4r und den mexikanischen Kartellen aufzeigt.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><span><a href=\"https:\/\/www.semana.com\/nacion\/articulo\/violencia-en-el-cauca-disidentes-amenazan-a-pobladores-de-cauca\/673783\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Laut Semana<\/a> gibt es seit letztem Montag 25. Mai erneut Grund zur Sorge in den Gemeinden Piendam\u00f3, Cajib\u00edo, Silvia und Morales, wo bewaffnete M\u00e4nner Pamphlete verteilten, die eine neue Ausgangssperre ank\u00fcndigten. Wer diese nicht befolge, werde ganz einfach umgebracht.<\/span><\/p>\n<p><span>Im Norden des Departements, in der Gemeinde Caloto, wurde w\u00e4hrenddessen der 21-j\u00e4hrige Cristian Conda <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/05\/240173\/mord-farc-kolumbien-cauca?pk_campaign=newsletter&amp;pk_kwd=daily\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">umgebracht.<\/a> Die zehn bewaffneten M\u00e4nner, die in das Dorf Guabito kamen, suchten nach zwei Ex-FARC K\u00e4mpfer, fanden sie aber nicht und griffen stattdessen Cristian an, der ein Cousin von einem der beiden Gesuchten war. Diese Aktion kann in Zusammenhang mit der Gewalt gegen Ex-K\u00e4mpferInnen gesehen werden, die in den letzten Wochen auch in anderen Regionen des Cauca <a href=\"https:\/\/www.eltiempo.com\/colombia\/cali\/alerta-en-el-cauca-por-el-asesinato-de-dos-excombatientes-497342\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">zugenommen hat<\/a>.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><span>Laut dem oben zuerst genannten <a href=\"https:\/\/www.semana.com\/nacion\/articulo\/violencia-en-el-cauca-radiografia-de-la-lucha-armada-en-esa-region\/673451\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikel<\/a> von Semana hat der Kampf der Indigenen im Cauca heute zwei Ziele: Zu verhindern, dass diese Ereignisse zum langfristigen Alltag werden und m\u00f6glichst viel nationale und internationale Aufmerksamkeit zu erreichen, um einen integralen Plan anzuregen, der den illegalen Gruppen die Kontrolle entzieht. Es braucht den Staat wie auch internationale Organisationen. Weil es alleine nicht zu schaffen ist.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><span>In Bezug auf nationale Aufmerksamkeit hatte der Artikel immerhin kurzfristigen Erfolg. Mittels einem Communiqu\u00e9 haben f\u00fcnf Senatoren (Iv\u00e1n Cepeda, Antonio Sanguino, A\u00edda Avella Esquivel, T\u00edstocles Ortega, Feliciano Valencia) und ein Exminister des Cauca und aktueller Leiter von Indepaz (Camilo Gonz\u00e1lez Posso) alle illegal bewaffneten Gruppen im Cauca zu einem humanit\u00e4ren, unbefristeten Waffenstillstand <a href=\"https:\/\/www.semana.com\/nacion\/articulo\/exigen-alto-al-fuego-humanitario-a-grupos-armados-en-el-cauca\/673629\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">aufgefordert<\/a>. Von den \u00f6ffentlichen Sicherheitskr\u00e4ften wird uneingeschr\u00e4nkter Respekt vor den Menschenrechten gefordert und von allen Respekt gegen\u00fcber der Autonomie indigener Territorien.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><a id=\"fn1\"><\/a><a href=\"#anker1\">[1]<\/a> Indigene Versammlungen, in denen typischerweise Gemeinschaftsarbeit geleistet wird. [\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_button button_url=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Newsletter603_Artikel-Cauca.pdf&#8220; url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Download als PDF&#8220; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.3.4&#8243; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_bg_color=&#8220;#55677f&#8220; button_border_width=&#8220;2px&#8220; button_border_color=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;0px&#8220; button_letter_spacing=&#8220;4px&#8220; button_font=&#8220;Source Sans Pro|700||on|||||&#8220; button_icon=&#8220;%%266%%&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||&#8220; custom_padding=&#8220;12px|87px|12px|87px|true|true&#8220; locked=&#8220;off&#8220;]<br \/>\n[\/et_pb_button][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Cric-Guardia.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.3.4&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_sidebar area=&#8220;et_pb_widget_area_1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Departement Cauca durchlebt momentan eine erschreckende Gewaltwelle. 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