{"id":6731,"date":"2020-03-03T09:16:34","date_gmt":"2020-03-03T08:16:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.askonline.ch\/?p=6731"},"modified":"2020-03-03T09:20:31","modified_gmt":"2020-03-03T08:20:31","slug":"besorgniserregende-zwischenfaelle-gefaehrden-die-sicherheit-der-menschenrechtsverteidigerinnen-von-colemad-und-von-deren-familienangehoerigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kolko.net\/askonline\/allgemein\/besorgniserregende-zwischenfaelle-gefaehrden-die-sicherheit-der-menschenrechtsverteidigerinnen-von-colemad-und-von-deren-familienangehoerigen","title":{"rendered":"Besorgniserregende Zwischenf\u00e4lle gef\u00e4hrden die Sicherheit der Menschenrechtsverteidigerinnen von COLEMAD und von deren Familienangeh\u00f6rigen"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; custom_margin=&#8220;-22px|auto||auto||&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_post_title author=&#8220;off&#8220; categories=&#8220;off&#8220; comments=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; title_font=&#8220;|800|||||||&#8220; title_text_color=&#8220;#f39900&#8243; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220; border_width_bottom=&#8220;2px&#8220; border_color_bottom=&#8220;#f39900&#8243;][\/et_pb_post_title][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.1&#8243; text_font=&#8220;Noto Serif||||||||&#8220;]<\/p>\n<p><em>Von Stephan Suhner<br \/><\/em><\/p>\n<p>Die Menschenrechtsorganisation COLEMAD \u2013 Colectivo de Mujeres al Derecho \u2013 hat am 19. Februar 2020 verschiedene Drohungen und Unregelm\u00e4ssigkeiten, die die Sicherheit der Mitarbeiterinnen der Organisation beeintr\u00e4chtigen, denunziert. Unter anderem gab es einen Entf\u00fchrungsversuch und verschiedene verd\u00e4chtige Telefonanrufe und gef\u00e4lschte E-mails, mit denen COLEMAD zu erfundenen Konferenzen eingeladen und dazu Informationen \u00fcber Mitarbeiterinnen von COLEMAD erfragt wurde. COLEMAD ist Partnerorganisation des Multitrack-Friedensf\u00f6rderungsprograms \u201eSemillas de Esperanza\u201c des EDA und 10 Schweizer Hilfswerken und setzt sich insbesondere f\u00fcr das Recht von Frauen auf Zugang zu Land und f\u00fcr die Opferrechte von Landfrauen ein. <\/p>\n<p>Am 25. Dezember 2019 sp\u00e4tnachts gab es einen Versuch seitens der Polizei von Barranquilla, den minderj\u00e4hrigen Sohn von Luz Estella Romero, der Generalkoordinatorin von COLEMAD, zu entf\u00fchren. Obwohl der Vorfall bei der Staatsanwaltschaft angezeigt wurde, gab es bisher keine Fortschritte in der Untersuchung des Falles. Am 29. Januar 2020 riefen Beamte des Polizeipostens, die den Entf\u00fchrungsversuch durchf\u00fchrten, draussen vor dem Haus den Namen des Jugendlichen, William Alejandro. Als der Vater mit gleichem Namen nach draussen trat, fragten die Polizisten nach Luz Estella Romero, dass sie ihr eine pers\u00f6nliche Nachricht \u00fcberbringen sollten, und gingen dann weg. Am 22. Januar 2020 wurde der Twitteraccount von Luz Estella Romero von Bogot\u00e1 aus gehackt, w\u00e4hrend sie selber in Barranquilla war. <\/p>\n<p>Am 17. Februar 2020 erhielt Luz Estella Romero eine E-Mail, mit der COLEMAD zu einem lateinamerikanischen Frauentreffen in Panam\u00e1 eingeladen wurde, organisiert vom Zentralamerikanischen Frauenfonds. Da die Einladung Merkw\u00fcrdigkeiten aufwies, fragte COLEMAD beim Fonds nach, der dann best\u00e4tigte, dass die Mail nicht vom Fonds kam und kein derartiger Event geplant war. Am 17. Februar 2020 erhielt die COLEMAD-Mitarbeiterin Angie Barrios eine falsche E-Mail, Absender war jemand der Westafrikasektion der Schweizer DEZA. Eingeladen wurde zu einem Event \u00fcber Frauen, M\u00e4dchen und Bildung in Senegal. COLEMAD antwortete auf die Nachricht und bat um mehr Informationen \u00fcber den Event. Am 18. Februar kam ein weiteres Mail im Namen der vermeintlichen Eventorganisatorin, Global Partnership for Education, in dem sie viele Detailinformationen von den potentiellen Teilnehmerinnen von COLEMAD verlangten. Misstrauisch geworden, startete COLEMAD Abkl\u00e4rungen und stellte fest, dass die Mails mit Malware versendet wurden, mit dem Ziel, Informationen zu stehlen. Am 11. Februar rief eine unbekannte Person zuhause auf das Festnetz von Diana Barrios an, Vorstandsmitglied von Colemad, und fragte nach Diana. Dieser Anruf ist besorgniserregend, da die Telefonnummer neu und nicht \u00f6ffentlich bekannt war. Der Anruf erfolgte wenige Tage nach einem Arbeitstreffen von COLEMAD im Haus von Diana.<\/p>\n<p>COLEMAD beklagt sich, dass sie seit Jahren immer wieder Opfer von solchen Drohungen, Einsch\u00fcchterungen und Beschattungen werden, und dass obwohl sie solche Vorf\u00e4lle immer zur Anzeige bringen, bis heute kein Vorfall aufgekl\u00e4rt wurde. Betroffen von solchen Vorf\u00e4llen sind auch die Basisorganisationen und Frauen, die COLEMAD (juristisch) begleitet. COLEMAD sieht diese H\u00e4ufung von Vorf\u00e4llen im Kontext des sich versch\u00e4rfenden Klimas gegen MenschenrechtsverteidigerInnen wie es auch der UN Sonderberichterstatter f\u00fcr MenschenrechtsverteidigerInnen Michel Forst in seinem j\u00fcngsten Bericht festh\u00e4lt. COLEMAD und die von ihnen im Kampf um Land- und Menschenrechte unterst\u00fctzten Frauen sind auch verschiedensten Stigmatisierungen als Frauen ausgesetzt und werden als \u201eschlechte M\u00fctter\u201c oder \u201eFrauen von zweifelhaftem Ruf\u201c bezeichnet oder als Guerilleras beschimpft. <br \/>COLEMAD verurteilt diese \u00dcbergriffe auf das Leben und die Unversehrtheit von Mitarbeiterinnen von COLEMAD und deren Familienangeh\u00f6rigen, ebenso wie die Versuche, durch gef\u00e4lschte Mails und andere Machenschaften COLEMAD auszuspionieren. Sie machen den kolumbianischen Staat und Pr\u00e4sident Duque verantwortlich f\u00fcr diese und zuk\u00fcnftige Angriffe auf COLEMAD und deren Mitarbeiterinnen. COLEMAD fordert, dass die Integrit\u00e4t und das Leben der Menschenrechtsverteidigerinnen von COLEMAD gesch\u00fctzt werden, so wie es die von Kolumbien unterzeichnete \u00dcbereinkunft zur Eliminierung aller Formen von Gewalt gegen Frauen CEDAW verlangt. Die ask! schliesst sich diesen Forderungen an und gelangte mit einem Protestbrief an die Regierung von Pr\u00e4sident Ivan Duque.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_sidebar area=&#8220;et_pb_widget_area_1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Menschenrechtsorganisation COLEMAD \u2013 Colectivo de Mujeres al Derecho \u2013 hat am 19. Februar 2020 verschiedene Drohungen und Unregelm\u00e4ssigkeiten, die die Sicherheit der Mitarbeiterinnen der Organisation beeintr\u00e4chtigen, denunziert. Unter anderem gab es einen Entf\u00fchrungsversuch und verschiedene verd\u00e4chtige Telefonanrufe und gef\u00e4lschte E-mails, mit denen COLEMAD zu erfundenen Konferenzen eingeladen und dazu Informationen \u00fcber Mitarbeiterinnen von COLEMAD erfragt wurde. 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