{"id":6694,"date":"2020-02-03T10:40:38","date_gmt":"2020-02-03T09:40:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.askonline.ch\/?p=6694"},"modified":"2020-02-03T10:41:49","modified_gmt":"2020-02-03T09:41:49","slug":"droht-bojaya-nach-17-jahren-eine-erneute-humanitaere-tragoedie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kolko.net\/askonline\/allgemein\/droht-bojaya-nach-17-jahren-eine-erneute-humanitaere-tragoedie","title":{"rendered":"Droht Bojay\u00e1 nach 17 Jahren eine erneute humanit\u00e4re Trag\u00f6die?"},"content":{"rendered":"\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; custom_margin=&#8220;-22px|auto||auto||&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_post_title author=&#8220;off&#8220; categories=&#8220;off&#8220; comments=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; title_font=&#8220;|800|||||||&#8220; title_text_color=&#8220;#f39900&#8243; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220; border_width_bottom=&#8220;2px&#8220; border_color_bottom=&#8220;#f39900&#8243;][\/et_pb_post_title][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.1&#8243; text_font=&#8220;Noto Serif||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243;]<p><em>Von Stephan Suhner<br \/> <\/em><\/p>\n<p><strong>Paramilit\u00e4rische Kontrolle der Autodefensas Gaitanistas dehnt sich aus<\/strong><br \/> 17 Jahre nach der Trag\u00f6die von Bojay\u00e1, wo fast hundert Personen bei K\u00e4mpfen zwischen den FARC und Paramilit\u00e4rs umkamen, besteht der paramilit\u00e4rische Terror weiter und dehnt sich sogar wieder in weitere Gemeinden und kollektive Territorien des Choc\u00f3 und des Mittleren und Unteren Atrato-Flusses aus. Paradoxerweise geschieht dies inmitten eines angek\u00fcndigten einseitigen Waffenstillstandes der Autodefensas Gaitanistas de Colombia AGC, von dem die lokale Bev\u00f6lkerung nichts sp\u00fcrt. Auf Flugbl\u00e4ttern verk\u00fcndeten sie den Waffenstillstand, um die Weihnachtsfeierlichkeiten zu respektieren und forderten andere bewaffnete Gruppen auf, es ihnen gleich zu tun. Die Menschenrechtsorganisation Justicia y Paz machte am 30. Dezember 2019 die Zunahme paramilit\u00e4rischer Kontrolle durch die AGC \u00f6ffentlich.[1] Betroffen waren D\u00f6rfer und Kleinst\u00e4dte wie Necocl\u00ed, Turbo, Apartad\u00f3, Mutat\u00e1, Frontino, Dabeiba, Urrao, Chigorod\u00f3, Riosucio etc., sowie die kollektiven Territorien Cacarica, Curvarad\u00f3, La Larga, Pedeguita Mancilla und Jiguamiand\u00f3. Die verst\u00e4rkte paramilit\u00e4rische Pr\u00e4senz f\u00fchrte zu massiven Vertreibungen und im Cacarica zu einer totalen Kontrolle der Paramilit\u00e4rs, davon ausgenommen war lediglich die humanit\u00e4re Zone Nueva Esperanza. Justicia y Paz denunzierte auch die Z\u00e4hlung s\u00e4mtlicher Kinder und Jugendlicher im ganzen Bajo Atrato, verbunden mit dem Verteilen von Weihnachtsgeschenken. Die AGC warnte die Bev\u00f6lkerung unter Androhung von Mord oder Vertreibung, niemandem davon zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Viele F\u00fchrungsleute verliessen daraufhin wegen gezielten Morddrohungen die Gegend, da sie kein Vertrauen in den Staat haben und den Friedensprozess als gescheitert erachten. Sie h\u00e4tten ehemalige K\u00e4mpfer der FARC und des ELN heute als Paramilit\u00e4rs handeln sehen, und die paramilit\u00e4rischen Autodefensas Gaitanistas w\u00fcrden Hand in Hand mit der Armee und der Polizei arbeiten. Die territorialen Entwicklungspl\u00e4ne PDET w\u00fcrden nur auf dem Papier existieren und die wirkliche Kontrolle \u00fcbten die AGC und die neuen Besetzer des Lands mit ihren agroindustriellen Projekten aus. Zudem herrscht grosse Angst vor Zwangsrekrutierung der S\u00f6hne und Prostitution der T\u00f6chter, da es kaum wirtschaftliche Alternativen gibt. Die Kinder mussten die Geschenke und Erwachsene mussten Vieh unter Zwang akzeptieren und stehen so in der Schuld der Bewaffneten. Viele Vorf\u00e4lle werden wegen dem Klima der Angst nicht denunziert.<\/p>\n<p>Die verst\u00e4rkte Pr\u00e4senz der AGC begann aber nicht erst um Weihnachten herum, Justicia y Paz denunziert dies seit September 2019. So installierten die AGC \u201ePuntos\u201c, H\u00e4user in denen zivil gekleidete M\u00e4nner mit Pistolen die Bev\u00f6lkerung kontrollieren. Auch gibt es Camps wo Uniformierte mit Gewehren stationiert sind. Dies alles geschah unter den Augen der Armee, die behauptet, sie h\u00e4tte das ganze l\u00e4ndliche Gebiet unter Kontrolle. Die paramilit\u00e4rische Kontrolle geht einher mit Gesch\u00e4ften, die die Menschenrechte und das Recht auf kollektive Territorien verletzen und der Umwelt schaden. Es kommt zu Landraub, Monokulturen werden erstellt und Bergbau gef\u00f6rdert. H\u00e4ufig f\u00fchrt die Armee parallel zum paramilit\u00e4rischen Vormarsch Operationen durch, soziale F\u00fchrungspersonen werden festgehalten und bedr\u00e4ngt, bewaffnete Personen mischen sich in die Organisationsprozesse in den kollektiven Territorien ein.<\/p>\n<p><strong>Eingeschlossene Gemeinden \u2013 bedrohte F\u00fchrungsleute<\/strong><br \/> Am 31. Dezember denunzierte Justicia y Paz die Besetzung respektive Einnahme der Gemeinschaft Pogue in der Gemeinde Bojay\u00e1 durch die AGC und dass es permanent Gefechte zwischen den AGC und dem ELN gebe. 300 Mitglieder der AGC marschierten in mehreren D\u00f6rfern der Gemeinde Bojay\u00e1 auf. Rund ein Dutzend soziale F\u00fchrungspersonen erhielten darauf Drohungen, es wurde von ihnen Geld oder Munition verlangt, oder wie im Falle von Leyner Palacios wurde eine Frist von wenigen Stunden gegeben, um die Gegend zu verlassen. F\u00fchrungspersonen beklagten, dass die Warnungen und Hilferufe der Bev\u00f6lkerung nicht ernst genommen w\u00fcrden und der Staat nicht handle, obwohl ein neues Massaker wie dasjenige von 2002 bef\u00fcrchtet werde. So sagte ein hoher Armeef\u00fchrer zu Beginn, es seien ein paar wenige hungrige Banditen nach Pogue gekommen und h\u00e4tten um Essen gebeten. Eingeschlossene oder belagerte Gemeinschaften gebe es nicht.[2] Als die Zeugnisse der Bev\u00f6lkerung immer zahlreicher wurden und eine internationale humanit\u00e4re Mission erbeten wurde, versprach dann die Armee, mehr Soldaten zur Kontrolle zu schicken und die Lage zu evaluieren. Die Armee k\u00f6nne nicht \u00fcberall sein, w\u00fcrde aber die strategischen Punkte kontrollieren, \u00fcber die die Bewaffneten sich verschieben w\u00fcrden. Soziale Organisationen betonen, es brauche f\u00fcr die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung nicht mehr Soldaten, sondern die Wiederaufnahme der Gespr\u00e4che mit dem ELN und die Aufl\u00f6sung oder juristische Unterwerfung der Autodefensas Gaitanistas.[3] Ebenso fordern soziale F\u00fchrungspersonen eindringlich soziale Verbesserungen wie Spit\u00e4ler, Schulen und Elektrifizierung. In den Flusssiedlungen von Bojay\u00e1 gibt es keine \u00c4rzte und 60% der Siedlungen haben keinen Strom.<\/p>\n<p>Am Wochenende vom 4.\/5. Januar 2020 warnten verschiedene Pers\u00f6nlichkeiten vor einer erneuten Trag\u00f6die in Bojay\u00e1, so Pater Francisco de Roux, der Pr\u00e4sident der Wahrheitskommission. Menschenrechtsinstitutionen wie die Defensoria warnen seit Monaten vor der verst\u00e4rkten Pr\u00e4senz von illegalen bewaffneten Gruppen im Choc\u00f3, auch in Pogue. Der Choc\u00f3 ist ein Schl\u00fcsselgebiet f\u00fcr den Drogenhandel, da die Fl\u00fcsse Zugang zum Pazifik und von dort Richtung Zentralamerika und die USA gew\u00e4hren. Nachdem die Bewohner von Pogue die Bedrohung durch die Paramilit\u00e4rs \u00f6ffentlich machten, kamen auch h\u00f6here Regierungsfunktion\u00e4re nach Bojay\u00e1, so der Innenminister a.I. Daniel Palacios, der sich auch mit dem ebenfalls bedrohten Opfervertreter Leyner Palacios traf und die Entsendung von mehr Soldaten ank\u00fcndigte. Auch der Hohe Pr\u00e4sidialberater f\u00fcr den Frieden Miguel Ceballos zeigte sich und brachte humanit\u00e4re Hilfe sowie eine Einladung des Pr\u00e4sidenten Duque an Leyner Palacios f\u00fcr ein Treffen. Auch verschiedene linke und friedensaffine Parlamentarier setzten sich f\u00fcr humanit\u00e4re L\u00f6sungen f\u00fcr die gewaltgeplagte Region ein.[4] Schon kurz darauf, am 9. Januar 2020 denunzierte Justicia y Paz, dass die Armee in der Humanit\u00e4ren Zone Nueva Vida im Cacarica Pr\u00e4senz markiere, ohne irgendetwas gegen die Paramilit\u00e4rs zu unternehmen, die dauerhaft im Territorium anwesend sind. Schon 2016 gab es Zeugenaussagen, wonach im Cacarica 120 Paramilit\u00e4rs aufgetaucht sind, dass Frauen bel\u00e4stigt, Ausgangsperren verh\u00e4ngt und Jugendliche mit Geld angelockt werden, ohne dass der Staat und die Armee entschiedene Schritte dagegen unternommen h\u00e4tten.[5]<\/p>\n<p><strong>Staat reagiert kaum<\/strong><br \/> Die Armee machte sich nicht nur \u00fcber die Anzahl der Paramilit\u00e4rs keine Sorgen, die sie als wenige hungrige Wegelagerer bezeichneten, sie zweifelten auch offen die Wahrheit der Aussagen der Bev\u00f6lkerung an. Der Kommandant der Vereinigten Operationseinheit Tit\u00e1n, verlangte mit einem formellen Auskunftsbegehren von Leyner Palacios genaue Angaben und Beweise f\u00fcr seine \u00f6ffentlichen Anklagen \u00fcber die Pr\u00e4senz der Paramilit\u00e4rs. Der Kommandant verlangte genau Angaben, welche Einheiten und Armeeangeh\u00f6rigen angeblich mit den Paramilit\u00e4rs zusammenarbeiten w\u00fcrden, und eine Liste der Gemeinschaften, die 2019 durch Paramilit\u00e4rs eingeschlossen wurden sowie eine Liste aller Organisationen, die die Pr\u00e4senz der Paramilit\u00e4rs denunzierten. Damit dreht die Armee den Spiess um und verlangt von der Bev\u00f6lkerung Beweise und Handlungen, die klar Staatsaufgabe sind. Zudem scheint der Kommandant der Einheit Tit\u00e1n mehr an den Zeugen als an den T\u00e4tern interessiert zu sein.[6]<\/p>\n<p>Leyner Palacios schickte am 8. Januar 2020 einen Brief an Pr\u00e4sident Duque, in dem er die Einladung des Pr\u00e4sidenten zu einem direkten Dialog akzeptierte, aber auch die staatliche Unt\u00e4tigkeit anklagte. So erw\u00e4hnte Palacios zum Beispiel die vielen Fr\u00fchwarnungen der Defensor\u00eda (B\u00fcro des Ombudsmannes f\u00fcr Menschenrechte), die Berichte des B\u00fcros des UNO-Hochkommissariats f\u00fcr Menschenrechte \u00fcber die Menschenrechtsverletzungen in Bojay\u00e1, sowie die Communiqu\u00e9s der ethnischen Organisationen und der Di\u00f6zese von Quibd\u00f3 \u00fcber die humanit\u00e4re Krise. Palacios denunzierte wie das ELN neue Territorien besetzt hat, z.B. mit dem Verlegen von Antipersonenminen Panik in den Gemeinschaften sch\u00fcrt, und wie die Regierung die Gewaltproblematik im Choc\u00f3 auf den Drogenhandel reduziert und Konfliktursachen wie Infrastrukturprojekte, Monokulturen und Bergbau ignoriert. Im Namen der sozialen, kirchlichen und ethischen Organisationen des Choc\u00f3 fordert Palacios zur L\u00f6sung dieser Probleme die vollst\u00e4ndige Implementierung des Friedensabkommens mit den FARC in der Region, namentlich was PDETs und Agrarreform, Substitution der Drogenpflanzungen etc. betrifft. Weiter fordert er die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen mit dem ELN und Anstrengungen zur Unterwerfung der AGC unter die Justiz sowie deren Aufl\u00f6sung. Insbesondere m\u00fcssten Anstrengungen unternommen, um die Kinder und Jugendlichen vom Krieg fernzuhalten und Rekrutierungen zu vermeiden.[7]<\/p>\n<p>Die Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen ist eines der gr\u00f6ssten Probleme im Choc\u00f3 und besch\u00e4ftigt Menschenrechts- und humanit\u00e4re Organisationen seit Jahren. Hinter der vermehrten Rekrutierung von Minderj\u00e4hrigen stehen vor allem das ELN und die AGC oder Clan del Golfo. Genaue Zahlen \u00fcber die Anzahl Rekrutierungen gibt es wegen der Angst, die F\u00e4lle zu denunzieren nicht, dementsprechend wird eine hohe Dunkelziffer vermutet. Der Bischof von Quibd\u00f3, Monse\u00f1or Juan Carlos Barreto sprach von mindestens 100 Minderj\u00e4hrigen, die 2019 rekrutiert wurden. Auch das UNO-B\u00fcro f\u00fcr humanit\u00e4re Angelegenheit wies auf die Unsichtbarmachung der Zwangsrekrutierung von Minderj\u00e4hrigen hin. Die Stiftung Ideen f\u00fcr den Frieden FIP sch\u00e4tzt, dass von Januar bis September 2019 die Rekrutierung Minderj\u00e4hriger in Kolumbien um 41,6% angestiegen ist und der Choc\u00f3 zu den meistbetroffenen Departementen z\u00e4hlt. Diese Situation zeigt auch, dass die Umsetzung des Kapitels \u00fcber ethnische Belange des Friedensabkommens vom 24. November 2016 nicht vorw\u00e4rts kam. Seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens bis Mai 2019 registrierte der Choc\u00f3 19\u2018561 Menschenrechtsverletzungen, weit \u00fcber die H\u00e4lfte aller Menschenrechtsverletzungen Kolumbiens. Die Rekrutierung der Minderj\u00e4hrigen in ethnischen Gemeinschaften besch\u00e4digt auch die sozialen Netze unwiderruflich, da die Jugendlichen gezwungen werden, in ihren Gemeinschaften Informationen zu sammeln und an die illegalen bewaffneten Akteure weiterzuleiten. Da die Jugendlichen nach der Rekrutierung auch sehr leicht manipulierbar sind, werden sie oft zu der schlimmsten Plage in ihren Gemeinden, oder die Familien leiden unter den illegalen Machenschaften ihrer Kinder. Das Vertrauen unter den Bewohnern und der Zusammenhalt gehen dadurch verloren.[8]<\/p>\n<p><span>[1]<\/span> <a href=\"https:\/\/www.justiciaypazcolombia.com\/control-paramilitar-de-agc-se-extiende-desde-frontera-con-panama-bajo-y-medio-atrato\/\">https:\/\/www.justiciaypazcolombia.com\/control-paramilitar-de-agc-se-extiende-desde-frontera-con-panama-bajo-y-medio-atrato\/<\/a><\/p>\n<p><span>[2]<\/span> <span><a href=\"https:\/\/www.elespectador.com\/colombia2020\/pais\/comunidad-de-bojaya-pide-acompanamiento-internacional-articulo-898616\">https:\/\/www.elespectador.com\/colombia2020\/pais\/comunidad-de-bojaya-pide-acompanamiento-internacional-articulo-898616<\/a><\/span><\/p>\n<p><span>[3]<\/span> <span><a href=\"https:\/\/www.contagioradio.com\/no-es-solo-bojaya-bajo-atrato-y-dabeiba-blanco-de-operaciones-paramilitares\/\">https:\/\/www.contagioradio.com\/no-es-solo-bojaya-bajo-atrato-y-dabeiba-blanco-de-operaciones-paramilitares\/<\/a><\/span><\/p>\n<p><span>[4]<\/span> <span><a href=\"https:\/\/www.eltiempo.com\/politica\/gobierno\/hacen-llamado-a-que-no-regrese-la-tragedia-a-bojaya-449282\">https:\/\/www.eltiempo.com\/politica\/gobierno\/hacen-llamado-a-que-no-regrese-la-tragedia-a-bojaya-449282<\/a><\/span><\/p>\n<p><span>[5]<\/span> <span><a href=\"https:\/\/www.contagioradio.com\/cacarica-mas-de-dos-decadas-bajo-el-asedio-paramilitar\/\">https:\/\/www.contagioradio.com\/cacarica-mas-de-dos-decadas-bajo-el-asedio-paramilitar\/<\/a><\/span><\/p>\n<p><span>[6]<\/span> <span><a href=\"https:\/\/www.contagioradio.com\/derecho-de-peticion-ejercito-exige-que-lideres-demostrar-denuncias\/\">https:\/\/www.contagioradio.com\/derecho-de-peticion-ejercito-exige-que-lideres-demostrar-denuncias\/<\/a><\/span><\/p>\n<p><span>[7]<\/span> <span><a href=\"https:\/\/verdadpacifico.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/carta.pdf\">https:\/\/verdadpacifico.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/carta.pdf<\/a><\/span>; <span><a href=\"https:\/\/www.justiciaypazcolombia.com\/las-exigencias-de-leyner-palacios-al-presidente-ivan-duque\/\">https:\/\/www.justiciaypazcolombia.com\/las-exigencias-de-leyner-palacios-al-presidente-ivan-duque\/<\/a><\/span><\/p>\n<p><span>[8]<\/span> <span><a href=\"https:\/\/verdadabierta.com\/la-otra-cara-de-la-guerra-en-choco-el-reclutamiento-forzado\/\">https:\/\/verdadabierta.com\/la-otra-cara-de-la-guerra-en-choco-el-reclutamiento-forzado\/<\/a><\/span><\/p>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_button url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Download als PDF&#8220; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.1&#8243; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_bg_color=&#8220;#55677f&#8220; button_border_width=&#8220;2px&#8220; button_border_color=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;0px&#8220; button_letter_spacing=&#8220;4px&#8220; button_font=&#8220;Source Sans Pro|700||on|||||&#8220; button_icon=&#8220;%%266%%&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||&#8220; custom_padding=&#8220;12px|87px|12px|87px|true|true&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; locked=&#8220;off&#8220; button_url=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/NL599-Paras-in-Atrato.pdf&#8220;]\r[\/et_pb_button][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Paramilitares-amenazas-valle-y-cauca.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.1&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Leyner-Carta-Duque.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.1&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_sidebar area=&#8220;et_pb_widget_area_1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17 Jahre nach der Trag\u00f6die von Bojay\u00e1, wo fast hundert Personen bei K\u00e4mpfen zwischen den FARC und Paramilit\u00e4rs umkamen, besteht der paramilit\u00e4rische Terror weiter und dehnt sich sogar wieder in weitere Gemeinden und kollektive Territorien des Choc\u00f3 und des Mittleren und Unteren Atrato-Flusses aus. 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