{"id":6128,"date":"2018-09-29T11:49:58","date_gmt":"2018-09-29T09:49:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.askonline.ch\/?p=6128"},"modified":"2019-12-03T12:05:01","modified_gmt":"2019-12-03T11:05:01","slug":"unschuldig-hinter-gittern-zu-besuch-bei-politischen-gefangenen-in-kolumbien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kolko.net\/askonline\/themen\/frieden\/unschuldig-hinter-gittern-zu-besuch-bei-politischen-gefangenen-in-kolumbien","title":{"rendered":"Unschuldig hinter Gittern: zu Besuch bei politischen Gefangenen in Kolumbien"},"content":{"rendered":"\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; custom_margin=&#8220;-22px|auto||auto||&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_post_title author=&#8220;off&#8220; categories=&#8220;off&#8220; comments=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; title_font=&#8220;|800|||||||&#8220; title_text_color=&#8220;#f39900&#8243; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220; border_width_bottom=&#8220;2px&#8220; border_color_bottom=&#8220;#f39900&#8243;][\/et_pb_post_title][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.7&#8243; text_font=&#8220;Noto Serif||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243;]<p><em>Von Fabian Dreher<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Seit Ende April 2018 sitzen zwei afrokolumbianische F\u00fchrungspersonen im Gef\u00e4ngnis, die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Rebellion, Drogenhandel und Zwangsrekrutierungen vor und h\u00e4lt sie f\u00fcr Mitglieder des ELN. Stellungnahmen voller Vorurteile des Staatsanwalts sowie st\u00e4ndige Verz\u00f6gerungen weisen jedoch auf ein Justizman\u00f6ver zur Kriminalisierung ihres sozialen Engagements hin. Die ask! konnte die beiden engagierten und k\u00e4mpferischen Frauen Ende August im Gef\u00e4ngnis besuchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Staub steigt hinter unserem Auto von der Strasse auf. Die letzten zwei Kilometer besteht die Zufahrt zum Gef\u00e4ngniskomplex in Jamund\u00ed, Valle del Cauca, nur aus einer Schotterpiste. Wir fahren im Schritttempo an den ersten Stacheldrahtz\u00e4unen vorbei. Es scheint, als sei der INPEC, der nationalen Gef\u00e4ngnisbeh\u00f6rde, nicht gerade an Besuch gelegen. Angeh\u00f6rige, die nicht \u00fcber ein eigenes Auto verf\u00fcgen, bezahlen die zwei Kilometer Anfahrt von Jamund\u00ed auf einem Motorradtaxi auch mit ihrem Schweiss und staubigen Kleidern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Anlage mit ihren \u00dcberwachungst\u00fcrmen erinnert einen an das panoptische System der \u00dcberwachung bei Foucault. Schnell wird dem Besucher klar, wer hier an den Hebeln der Macht sitzt. Der Staat und seine Ausf\u00fchrungsorgane wachen Tag und Nacht \u00fcber die Gefangenen und kontrollieren all ihre Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Unter der Leitung von Mar\u00eda Cristina vom Espacio de Cooperaci\u00f3n para la Paz (ECP), dem auch die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien angeh\u00f6rt, begeben wir uns zum Schalter um uns f\u00fcr den Gef\u00e4ngnisbesuch zu registrieren. Dank der zwei Wochen zuvor beantragten und ausgestellten Besuchsbewilligung der INPEC sind die Formalit\u00e4ten schnell erledigt. Wir werden noch einmal darauf hingewiesen, dass wir nur zuvor bewilligte Gegenst\u00e4nde (B\u00fccher, Schreibmaterial und Hygieneartikel) in das Gef\u00e4ngnis mitnehmen d\u00fcrfen. Unsere Mobiltelefone und Portemonnaies bleiben im Auto zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir werden durch das Haupttor eingelassen, durchschreiten den Parkplatz der Gef\u00e4ngnisangestellten und werden in einem Zwischengeb\u00e4ude in Empfang genommen. Dort gehen wir und unser Begleitmaterial wie am Flughafen durch einen Metalldetektor, tauschen unsere Ausweise gegen Plastikk\u00e4rtchen und geben unseren Fingerabdruck zur Kontrolle ab. Beim Verlassen folgen wir derselben Prozedur erneut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Endlich sitzen wir auf Plastikst\u00fchlen im Block 4 des Gef\u00e4ngnisses und warten darauf, dass Sara und Tulia zu uns gebracht werden. Sara Qui\u00f1ones und Tulia Maris, Tochter und Mutter, sind beide Vorstandsmitglieder des Gemeinschaftsrates (consejo comunitario) von Alto Mira und Frontera (auf dem Gebiet der Gemeinde Tumaco im Departement Nari\u00f1o), Sara ist zudem Aktivistin des Proceso de Comunidades Negras (PCN), der Koordination der afrokolumbianischen Gemeinschaften in Kolumbien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Land ihrer afrokolumbianischen Gemeinschaft in Alto Mira und Frontera ist seit langem hart umk\u00e4mpft. Nachdem sich im Rahmen des Friedensvertrags zwischen Regierung und FARC die ehemalige Guerrilla aus dem Gebiet zur\u00fcckgezogen hat, k\u00e4mpfen mehrere dissidente FARC-Einheiten, das ELN, mehr als ein Duzend paramilit\u00e4rische Gruppierungen, zwei mexikanische Drogenkartelle sowie die kolumbianische Armee um die Kontrolle des Gebiets, den Drogenanbau und die lukrativen Drogenhandelsrouten. Keiner der bewaffneten Akteure sieht das zivilgesellschaftliche Engagement von MenschenrechtsverteidigerInnen und sozialen F\u00fchrungspersonen gerne. Sara und Tulia wurden auf Grund ihrer Arbeit f\u00fcr den Schutz des Territoriums ihrer Gemeinschaft und die Rechte der BewohnerInnen wiederholt bedroht und erhielten deswegen auch von der Nationalen Schutzeinheit (Unidad Nacional de Protecci\u00f3n, UNP) Schutzmassnahmen verordnet. Vor ihrer Festnahme lebten Sara und Tulia bereits mehr als ein Jahr als Binnenvertriebene in Cali, da sie in ihrer Heimat akut bedroht wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Staat zeigt in dieser historisch vernachl\u00e4ssigten Region nur mittels Polizei und Armee Pr\u00e4senz. Die Bev\u00f6lkerung vertraut den staatlichen Sicherheitskr\u00e4ften mit gutem Grund nicht. Denn ihr Vertrauen wurde in der Vergangenheit immer wieder missbraucht. So nahm die Gemeinschaft von Sara und Tulia im Rahmen des Friedensprozesses freiwillig am Substitutionsprogramm f\u00fcr illegale Pflanzungen teil, bis die Polizei im Oktober 2017 pl\u00f6tzlich mit der Zwangsausrottung der Kokapflanzungen begann und, als Kleinbauern und Indigene protestierten, an diesen ein Massaker ver\u00fcbten. Mindestens acht Menschen starben unter den Kugeln der Polizei, \u00fcber 20 Personen wurden teils schwer verletzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Am 20. April 2018 nahm die Staatsanwaltschaft (fiscal\u00eda) insgesamt 32 soziale F\u00fchrungspersonen aus der Region fest, darunter auch Sara und Tulia. Ihnen allen wurden Rebellion, Drogenhandel und Zwangsrekrutierungen vorgeworfen. Die H\u00e4lfte der Festgenommenen kam nach zwei Monaten frei, Sara und Tulia bleiben jedoch weiterhin inhaftiert. Der zust\u00e4ndige Staatsanwaltschaft h\u00e4lt die beiden f\u00fcr \u201ealias Sara\u201c und \u201ealias la negra\u201c, Mitglieder der Guerrilla des ELN und treibt den Fall weiter voran. Aktuell sind die beiden in einem regul\u00e4ren Gef\u00e4ngnis untergebracht, obwohl sie bis jetzt noch nicht einmal formell angeklagt wurden. Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft l\u00e4uft weiter, die erste Anh\u00f6rung wurde bereits dreimal ohne Angabe von Gr\u00fcnden verschoben[1]. Diese lange \u201eUntersuchungshaft\u201c von mittlerweile mehr als f\u00fcnf Monaten wirkt wie eine Vorverurteilung, verst\u00e4rkt durch die Ungewissheit, wie es f\u00fcr die Angeklagten weitergeht. Der fallf\u00fchrende Staatsanwalt ist ein Hardliner, der \u00f6ffentlich erkl\u00e4rt, dass in der Pazifikregion sowieso alle BewohnerInnen Mitglied der einen oder anderen illegalen Gruppierung seien. Eine unabh\u00e4ngige Untersuchung kann somit niemand erwarten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Bei unserem Gespr\u00e4ch mit Sara und Tulia zeigen sich die beiden Frauen k\u00e4mpferisch. Zusammen mit ihrer Familie, den Mitgliedern ihrer Gemeinschaft und unterst\u00fctzenden Organisationen wehren sie sich gegen die staatliche Diskriminierung und Vorverurteilung. Aus ihrer Sicht verschleppt die Staatsanwaltschaft den Fall mit Absicht und f\u00fchrt einen politischen Prozess gegen ihr zivilgesellschaftliches Engagement. Die Gemeinschaften sollen eingesch\u00fcchtert und in ihren Aktivit\u00e4ten eingeschr\u00e4nkt werden. Diese Strategie funktioniert aber nur m\u00e4ssig. Gemeinsam setzen sie sich auch weiterhin gegen\u00fcber den staatlichen Beh\u00f6rden ein, damit ihr Territorium als Gemeineigentum ihrer afrokolumbianischen Gemeinschaft anerkannt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Derweil werden im Gebiet Alto Mira und Frontera weiterhin viele Personen Opfer von Drohungen, Zwangsvertreibungen und Gewalt. So wurde am 19. August 2018 Holmes Alberto Niscue Juspian, soziale F\u00fchrungsperson des Indigenenreservats Gran Rosario vom Stamm der Aw\u00e1 in eben diesem Gebiet von Alto Mira und Frontera ermordet. Seine Frau, seine zwei kleinen Kinder und die weiteren F\u00fchrungspersonen des Reservats sind auf Grund akuter Drohungen im Moment als Zwangsvertriebene in die Departements-hauptstadt Pasto geflohen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Staatsanwaltschaft zeigt bei ihrer Untersuchung gegen Sara und Tulia keinerlei Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Gemeinschaftsprozesse der afrokolumbianischen Gemeinschaften, ihre Kultur oder ihre Sprache. Obwohl \u00fcber zehn Prozent der Bev\u00f6lkerung Kolumbiens AfrokolumbianerInnen sind, sind die staatlichen Institutionen auf dem ethnischen Auge blind. F\u00fcr die Gemeinschaft und insbesondere f\u00fcr die Familie von Sara und Tulia ist ihre fortgesetzte Stigmatisierung durch die Staatsanwaltschaft \u00e4usserst gef\u00e4hrlich. Der gesamte Vorstand der Gemeinschaft lebt aktuell als Zwangsvertriebene ausserhalb des eigenen Territoriums. Viele haben Angst, auf Grund ihrer Bekanntschaft mit Sara und Tulia selbst ins Visier der Staatsanwaltschaft zu kommen und als KomplizInnen verhaftet zu werden. Die sozialen Bewegungen und Gemeinschaften werden damit systematisch gel\u00e4hmt. Die Familie kann die beiden Frauen nur unregelm\u00e4ssig besuchen, Jamund\u00ed ist \u00fcber 600 Kilometer vom Territorium Alto Mira und Frontera entfernt. Saras achtj\u00e4hrige Tochter war zudem bereits vor ihrer Festnahme in psychologischer Behandlung wegen der erlittenen Zwangsvertreibung. Der Staat traumatisiert hier aktiv Gewaltopfer erneut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auch im Gef\u00e4ngnis waren Sara und Tulia zu Beginn Drohungen und Konflikten ausgesetzt, wie die beiden Frauen berichten. Die Unsicherheit war hoch, auch unter st\u00e4ndiger Bewachung zu einem Gewaltopfer zu werden. Viele Gef\u00e4ngnisinsassinnen sind Angeh\u00f6rige von bewaffneten Gruppierungen, die nicht vor Morden in Gef\u00e4ngnissen zur\u00fcckschrecken. Letztes Jahr wurden alleine im Gef\u00e4ngnis von Jamund\u00ed 25 Personen ermordet. Dank guter F\u00fchrung und der Intervention internationaler Organisationen und des UNO-Hochkommissariats f\u00fcr Menschenrechte sind sie mittlerweile in einem ruhigeren Trakt in einer Viererzelle mit zwei \u00e4lteren Frauen untergebracht. Auch k\u00f6nnen sie an praxisorientierten Workshops teilnehmen und sich so zumindest etwas besch\u00e4ftigen. Die Haftbedingungen seien nicht das Hauptproblem, schildert Sara, aber es vergehe kein Moment an dem sie nicht daran denke, wie viel n\u00fctzlicher sie sich in Freiheit machen k\u00f6nnte. Und wie sehr sie ihre Tochter vermisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Am meisten zu w\u00fcnschen \u00fcbrig im Gef\u00e4ngnis l\u00e4sst die Gesundheitsversorgung. Tulia hat wegen einer Zahnprothese aktuell Probleme beim Essen und Sprechen, da sie aber (noch) keine Schmerzen hat, bestand bisher keine M\u00f6glichkeit, im Gef\u00e4ngnis zahn\u00e4rztliche Hilfe zu erhalten. Zum Gl\u00fcck werden die beiden wenigstens von ausserhalb kr\u00e4ftig unterst\u00fctzt, vor allem vom PCN und dem Solidarit\u00e4tskomitee f\u00fcr politische Gefangene[2], die sich auch um die juristischen Belange k\u00fcmmern. Im Juni 2016 war Sara Qui\u00f1ones auf Einladung der Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien in der Schweiz zu Besuch und hat gegen\u00fcber dem EDA und an \u00f6ffentlichen Veranstaltungen dargelegt, wie sich die AfrokolumbianerInnen in den Friedensprozess einbringen wollen[3]. Gemeinsam mit anderen Menschenrechtsorganisationen setzt die ask! sich gegenw\u00e4rtig bei den Regierungen der Schweiz, Kolumbiens und beim UNO-Hochkommissariat f\u00fcr Menschenrechte f\u00fcr die f\u00fcr die Freilassung von Sara Qui\u00f1ones und Tulia Maris ein. Wir unterst\u00fctzen die afrokolumbianischen Gemeinschaften weiterhin bei ihrem Kampf um die Anerkennung ihrer Gemeinschaftsterritorien und berichten auch weiterhin \u00fcber die rechtsstaatlich fragw\u00fcrdigen Leistungen der kolumbianischen Staatsanwaltschaft.<\/p>\n<div id=\"ftn1\" style=\"text-align: justify\">\n<p><a name=\"_ftn1\" href=\"\/04%20Kommunikation\/Newsletter\/2018_Newsletter\/2018.09%20Newsletter%20584\/Newsletter584_Artikel%20Gef%C3%A4ngnisbesuch.doc#_ftnref1\"><span>[1]<\/span><\/a><span>\u00a0Bei einem anderen Treffen erfuhr ich per Zufall, dass momentan s\u00e4mtliche Gerichtstermine in Cali ausgesetzt sind, da das Gerichtspersonal streikt. Nicht nur die Angestellten, sondern auch die RichterInnen, Staatsanw\u00e4ltInnen, etc. da sie um ihre Sicherheit f\u00fcrchten. Mitte August ist im Justizpalast von Cali ein Lift abgest\u00fcrzt, wobei eine Person verstarb und weitere f\u00fcnf verletzt wurden. Man munkelt, dass ein Grossteil der f\u00fcr den Geb\u00e4udeunterhalt vorgesehenen Gelder in der grassierenden Korruption versickert und entsprechend die Geb\u00e4udesicherheit nicht mehr garantiert werden kann.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn2\" style=\"text-align: justify\">\n<p><a name=\"_ftn2\" href=\"\/04%20Kommunikation\/Newsletter\/2018_Newsletter\/2018.09%20Newsletter%20584\/Newsletter584_Artikel%20Gef%C3%A4ngnisbesuch.doc#_ftnref2\"><span>[2]<\/span><\/a><span>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.comitedesolidaridad.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.comitedesolidaridad.com\/<\/a><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn3\">\n<p style=\"text-align: justify\"><a name=\"_ftn3\" href=\"\/04%20Kommunikation\/Newsletter\/2018_Newsletter\/2018.09%20Newsletter%20584\/Newsletter584_Artikel%20Gef%C3%A4ngnisbesuch.doc#_ftnref3\"><span>[3]<\/span><\/a><span>\u00a0<a href=\"..\/..\/..\/..\/publikationen\/monatsberichte\/jahrgang-2016\/interview-proceso-de-comunidades-negras-pcn\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/kolko.net\/askonline\/publikationen\/monatsberichte\/jahrgang-2016\/interview-proceso-de-comunidades-negras-pcn\/<\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<\/div>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_button url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Download als PDF&#8220; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.7&#8243; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_bg_color=&#8220;#55677f&#8220; button_border_width=&#8220;2px&#8220; button_border_color=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;0px&#8220; button_letter_spacing=&#8220;4px&#8220; button_font=&#8220;Source Sans Pro|700||on|||||&#8220; button_icon=&#8220;%%266%%&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||&#8220; custom_padding=&#8220;12px|87px|12px|87px|true|true&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; locked=&#8220;off&#8220; button_url=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Newsletter584_Artikel_Gefaengnisbesuch.pdf&#8220;]\r[\/et_pb_button][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/567a54cd98.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.7&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/f7864bf318.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.7&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/e506a54384.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.7&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/df384c3ec8.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.7&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/ccaf360000.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.7&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_sidebar area=&#8220;et_pb_widget_area_1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Ende April 2018 sitzen zwei afrokolumbianische F\u00fchrungspersonen im Gef\u00e4ngnis, die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Rebellion, Drogenhandel und Zwangsrekrutierungen vor und h\u00e4lt sie f\u00fcr Mitglieder des ELN. 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