{"id":6028,"date":"2019-11-29T11:51:00","date_gmt":"2019-11-29T10:51:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.askonline.ch\/?p=6028"},"modified":"2019-12-02T12:32:30","modified_gmt":"2019-12-02T11:32:30","slug":"interview-zum-paro-nacional-mit-camilo-gonzalez","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kolko.net\/askonline\/themen\/menschenrechte\/interview-zum-paro-nacional-mit-camilo-gonzalez","title":{"rendered":"Interview zum \u201eParo Nacional\u201c mit Camilo Gonz\u00e1lez"},"content":{"rendered":"\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; custom_margin=&#8220;-22px|auto||auto||&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_post_title author=&#8220;off&#8220; categories=&#8220;off&#8220; comments=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; title_font=&#8220;|800|||||||&#8220; title_text_color=&#8220;#f39900&#8243; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220; border_width_bottom=&#8220;2px&#8220; border_color_bottom=&#8220;#f39900&#8243;][\/et_pb_post_title][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.7&#8243; text_font=&#8220;Noto Serif||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243;]<p><em>Von Lisa Alvarado<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Seit dem 21. November finden in ganz Kolumbien Proteste gegen die neoliberale Politik der Regierung, sowie gegen Gewalt und f\u00fcr den Frieden statt. International machen Nachrichten von repressiver Gewalt, dem Tod des 18-j\u00e4hrigen Dilan Cruz und der Antwort der B\u00fcrger mit \u201ecacerolazos\u201c die Runde. Die ask! f\u00fchrte ein Interview mit Camilo Gonz\u00e1lez Posso [1], Pr\u00e4sident von Indepaz (Institut f\u00fcr Entwicklung und Frieden) und Direktor des Projekts Centro de Memoria Historica in Bogot\u00e1, durch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ask:<\/strong> Camilo, erz\u00e4hlen Sie uns, was passiert momentan in Kolumbien?<br \/> <strong>Camilo Gonz\u00e1lez:<\/strong> Wir sind in Kolumbien jetzt schon beim 7. Tag des Nationalen Streiks angelangt. Der Streik wurde f\u00fcr den 21. November mit M\u00e4rschen und Streiks in gewissen staatlichen und privaten Firmen einberufen und hat sich dann in eine kontinuierliche Welle der Mobilisierung verwandelt, mit Millionen von Personen und verschiedenen Protestgr\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ask:<\/strong> Aus wem besteht das Streikkomitee?<br \/> <strong>C.G.:<\/strong> Das Komitee, das den Streik einberufen hatte, besteht aus Gewerkschaftszentralen, Studentenorganisationen, Indigenen, Kleinbauern, Frauen, und Gemeinschaften. Sie vertreten die Mehrheit der organisierten Sektoren und Gruppierungen aus \u00fcber 500 urbanen Zentren und Gemeinden des Landes. Das Streikkomitee war der Aufrufer und am 21. November der Ausl\u00f6ser, aber die Bewegung geht jetzt viel weiter und es sind neue Formen der Mobilisierung entstanden, die eine andere Logik haben als die traditionellen M\u00e4rsche oder Streiks, die eine einheitliche F\u00fchrung haben. In jeder Region und in jeder Stadt organisieren sich die Leute, und es gibt eine unglaubliche Synchronisierung von Parolen und Gef\u00fchlen in diesem Aufstand gegen die asozialen Politiken der Regierung und in Verteidigung des Lebens und des Friedens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ask:<\/strong> Wie sch\u00e4tzen Sie die Repression der Polizei und des Milit\u00e4rs ein?<br \/> <strong>C.G.:<\/strong> In diesen sieben Tagen haben sich Millionen von Personen auf friedliche Art und Weise mobilisiert. Sie haben sich mobilisiert gegen die Gewalt, gegen Morde an F\u00fchrungspersonen und gegen die R\u00fcckkehr zu Kriegstechniken wie die Militarisierung von gewissen Gebieten und die Autorisierung zu wahllosen Bombardements. Beispielsweise jenes, welches den Tod von 12 Kindern gefordert hat und von der Regierung gerechtfertigt wurde. Es ist eine Bewegung gegen den Krieg und f\u00fcr den Frieden, die jegliche Art von Gewalt verurteilt, sogar diejenige, die sich innerhalb der Demonstrationen abspielt. Gegen\u00fcber dieser eindrucksvollen Demonstration von Selbstkontrolle der Jugend und der mobilisierten Gesellschaft gab es eine Antwort von massloser Gewalt durch die Bereitschaftspolizei. Das Resultat davon sind bisher hunderte von Verletzten und vier Tote, darunter der junge Dilan Cruz, der in Bogot\u00e1 aus k\u00fcrzester Entfernung und mit einer nicht-konventionellen Waffe von einem Polizisten get\u00f6tet wurde.<br \/> Die friedliche Mobilisierung zeigt sich in Bildern, auf denen Demonstranten Polizisten gr\u00fcssen, die sich passiv und ohne Aggressivit\u00e4t verhalten, und in der Ablehnung von Infiltrierten und Saboteuren, welche in einigen F\u00e4llen Teil der Polizei zu sein scheinen. In Santander de Quilichao (Cauca) gab es ein Attentat gegen eine Polizeistation mit zwei toten Polizisten und neun Verletzten. Die Reaktion der Bev\u00f6lkerung war eine totale Ablehnung dieser lokalen bewaffneten Gruppen oder Drogenschmuggler, die in gewissen Gebieten weiterhin aktiv sind. Wir stehen vor einer Friedensmobilisation, die unter anderem durch die neue Stimmung nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages zustande kam, in dem die Gewehre das Wort an die Stimme des B\u00fcrgerprotests abgetreten haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ask:<\/strong> Wie ist die Situation aktuell? Wurde der Gebrauch von Gewalt seitens der Polizei und des Milit\u00e4rs vermindert angesichts der unz\u00e4hligen Klagen \u00fcber den masslosen Gebrauch von Gewalt?<br \/> <strong>C.G.:<\/strong> Die nationale und internationale Ablehnung gegen den masslosen Gebrauch von Gewalt hat den Effekt, die Brutalit\u00e4t der Repression zu m\u00e4ssigen, obwohl es weiterhin kritische Situationen gibt. Internationale Menschenrechtsorganismen, inklusive des B\u00fcros der Frau Bachelet [2], haben die Regierung dazu aufgefordert, nicht das Milit\u00e4r in der Repression gegen den sozialen Protest einzusetzen und sich auf Polizeimethoden bei der Kontrolle der \u00f6ffentlichen Ordnung zu beschr\u00e4nken. Bis jetzt wurde das Milit\u00e4r mit seinen Kriegswaffen im Hintergrund f\u00fcr die Sicherheit eingesetzt, mit grosser Pr\u00e4senz auf den \u00dcberlandstrassen, im Schutz von Infrastruktur, einsch\u00fcchternder Mobilisierung von Panzern und anderen Formen der Einsch\u00fcchterung. Es wurde aber nicht zur direkten Repression auf den Strassen und in den Vierteln eingesetzt. Es gab Situationen starker Militarisierung wie die Ausgangssperren in mehreren St\u00e4dten (Bogot\u00e1, Cali, Popayan, Manizales), speziell in den N\u00e4chten des 21. und 22. Novembers. Diese Militarisierung und Ausgangssperren mit der Erlaubnis, auf jeden zu schiessen, der sich auf der Strasse befindet, wurde mit einer Panikwelle legitimiert, die in einigen St\u00e4dten mit Ger\u00fcchten verbreitet wurde, dass sogenannte \u201eVandalen\u201c in \u201eHorden\u201c innert K\u00fcrze H\u00e4userkomplexe und M\u00e4rkte \u00fcberfallen w\u00fcrden. Das Klima von Angst und Panik gr\u00fcndete die Ausgangslage f\u00fcr den milit\u00e4rischen Einsatz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ask:<\/strong> Wer, denken Sie, steckt hinter diesen Ger\u00fcchten \u00fcber die sogenannten \u201eVandalen\u201c?<br \/> <strong>C.G.:<\/strong> Das Ger\u00fccht der \u201eVandalen\u201c, die sich anscheinend vorbereiteten, am Tag des Nationalen Streiks (21N) zu pl\u00fcndern, ist schon in der Woche vor dem Streik entstanden. Es wurde Teil der Gespr\u00e4che und Fragen, die aufgrund von Bildern \u00fcber Pl\u00fcnderungen in Chile und Bolivien entstanden sind, und in den Medien aufgeblasen wurden. Es ist wahrscheinlich, dass dies die Aufgabe von gewissen Strukturen im Sicherheitsapparat erleichtert hat, die Experten darin sind, die Angst als Strategie zur Kontrolle der Bev\u00f6lkerung zu nutzen. In der Sprache der nationalen Sicherheit wurde von obersten staatlichen Stellen und der Regierungspartei die Aussage verbreitet, dass der Streik eine internationale terroristische Verschw\u00f6rung sei, um die Regierung Duques zu destabilisieren; es wurde gesagt, dass es ein Werk des \u201aSa\u00f5 Paulo Forums\u2019 sei und durch von Maduro bezahlte Unruhestifter ausgef\u00fchrt wurde. Mit diesem Ger\u00fccht wurden die Grenzen geschlossen, Ausl\u00e4nder ausgeschafft und davon gesprochen, sich praktisch auf einen Krieg vorzubereiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ask:<\/strong> Unglaublich.<br \/> <strong>C.G.:<\/strong> Die Leute haben mit aussergew\u00f6hnlichen Aktionen geantwortet. Mit dem L\u00e4rm der \u201ecacerolazos\u201c (auf leere T\u00f6pfe und Pfannen schlagen), mit Festen in den Wohnvierteln und mit Zusammenk\u00fcnften unter Nachbarn an den Abenden und in den N\u00e4chten. Ganze Familien gehen auf die Strasse, um mit den T\u00f6pfen L\u00e4rm zu machen und Parolen gegen die Repression und die Regierung zu rufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ask:<\/strong> Wie sehen Sie den Streik in Kolumbien in Verbindung mit den anderen Demonstrationen und Bewegungen, die aktuell in Lateinamerika stattfinden?<br \/> <strong>C.G.:<\/strong> Die Geschehnisse haben in jedem Land ihre eigenen Logiken, aber wir stehen vor einer internationalen Bewegung, die gegen antisoziale und antidemokratische Politiken einer ausschliessenden Globalisierung protestiert. In Kolumbien wird, wie in Ecuador und Chile, gegen das Massnahmenpacket der Regierung, also gegen eine neue Welle von neoliberalen Politiken, die durch den IWF und die OECD vorangetrieben werden, protestiert. Diese haben negative Auswirkungen auf die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung. Wir stehen vor einer Bewusstseinsrevolution mit grossem Tiefgang. Dies ist eine Antwort auf ein Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das Hoffnungslosigkeit und Ungleichheit bietet, verteidigt durch Autoritarismus.<br \/> Diese Bewusstseinsrevolution ist ein gemeinsamer Nenner in unseren L\u00e4ndern. Millionen von Personen sind gegen ein Modell, welches die Jugend und die Frauen diskriminiert, welches die Regeln von multinationalen Konzernen vertritt und bis zu den wichtigsten \u00f6ffentlichen Dienstleistungen alles privatisiert. Dazu kommen Forderungen nach Gleichheit, Respekt der Natur, Ablehnung der Korruption, Ablehnung der Durchsetzung des Neokonservatismus und Ablehnung von despotischen und autorit\u00e4ren Regimes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ask<\/strong>: Weiss man schon etwas dar\u00fcber, was das von Duque vorgeschlagene \u201eNationale Gespr\u00e4ch\u201c (\u201eConversaci\u00f3n Nacional\u201c) beinhaltet?<br \/> <strong>C.G.<\/strong>: Duque hat in offensichtlicher Ratlosigkeit versucht, mit seiner Antwort auf die Bewegung Zeit zu gewinnen. Er hat damit begonnen, die Ausmasse der Proteste anzuerkennen und damit das Narrativ \u00fcber die Illegitimit\u00e4t des Streiks seines Chefs, Alvaro Uribe, in den Hintergrund ger\u00fcckt. Danach ist er mit dem Aufruf zum sozialen Dialog oder \u201enationalem Gespr\u00e4ch\u201c gekommen. Dies soll eine Reihe von Treffen zu den Entwicklungspl\u00e4nen der Regierung beinhalten. Diese Treffen sollen ab jetzt bis M\u00e4rz 2020 stattfinden und zu einigen neuen Gesetzesvorschl\u00e4gen f\u00fchren. Der Inhalt und die Methoden dieses \u201eGespr\u00e4chs\u201c sind eine kleine Anpassung an die Dialoge, die der Pr\u00e4sident jede Woche in verschiedenen Regionen durchf\u00fchrt. Diese heissen \u201eTalleres, construyendo pa\u00eds\u201c und Duque hat in seinem ersten Amtsjahr bereits \u00fcber 140 davon durchgef\u00fchrt. Es ist eine Art von direkten Beziehungen zu bestimmten Gruppen, um ein Bild der Volksn\u00e4he zu projizieren, welche der aktuellen Regierung aber wenig mehr Glaubw\u00fcrdigkeit verliehen hat.<br \/> Dieses jetzt vorgeschlagene \u201enationale Gespr\u00e4ch\u201c wird als Ablenkungsman\u00f6ver gesehen, um als schwaches Propagandainstrument der Regierung zur Demobilisierung der Proteste zu f\u00fchren. Die Regierung tut so als ob die Unzufriedenheit, zus\u00e4tzlich zur internationalen Verschw\u00f6rung und der irrationalen Opposition, auf die fehlende Information \u00fcber die positiven Seiten ihrer Politiken zur\u00fcckzuf\u00fchren sei. Deshalb generiert die Regierung bloss Mechanismen f\u00fcr Propaganda und weigert sich, die Themen der Proteste anzugehen. Deshalb hat sich auch das Streikkomitee von dem ersten Treffen zur\u00fcckgezogen, in dem der Pr\u00e4sident vorhatte, Gespr\u00e4che mit Unternehmern, B\u00fcrgermeistern, Gremien etc. zu er\u00f6ffnen. Das Ziel davon war, nur den Dialog mit ihm zugewandten Sektoren zu er\u00f6ffnen und schlussendlich die mobilisierten Sektoren in den Hintergrund zu dr\u00e4ngen. Er weigert sich weiterhin, \u00fcber die Umsetzung des Friedensabkommens, den R\u00fcckzug des Massnahmenpackets des IWF, \u00fcber die Lebensgarantien f\u00fcr F\u00fchrungspersonen und die Prekarisierung der Jugendlichen, Pensionierten und Arbeiter zu sprechen.<br \/> Diese Gleichg\u00fcltigkeit und Ignoranz gegen\u00fcber Situationen der repressiven Gewalt, die zum Tod des jungen Dilan gef\u00fchrt hat, ist emp\u00f6rend f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung, die den Protest weiterf\u00fchrt. Die Regierung hat mit ihrer Einstellung, dass Politiken der \u00f6ffentlichen Ordnung und Sicherheit nicht Teil des \u201eGespr\u00e4chs\u201c und noch weniger Teil von Verhandlungen sein k\u00f6nnen, viele T\u00fcren geschlossen. Die Menschen auf der Strasse fordern die Aufl\u00f6sung des ESMAD und die Ab\u00e4nderung der Reglemente in Bezug auf Protest. Zudem sind w\u00e4hrend den Demonstrationen seit dem 21. November immer wieder Plakate aus der Menge herausgeragt, die eine sofortige Beendigung der Bombardements und Kriegsbefehle als Antwort auf die Situation in den l\u00e4ndlichen Gebieten fordern. Das Thema der Sicherheitspolitik ist zentral f\u00fcr die Verteidigung des Lebens, mehr noch wegen den aktuellen Kriegsstrategien von staatlichen Sicherheitskr\u00e4ften und dem erneuten Aufkommen von Praktiken, die zuletzt auf dem H\u00f6hepunkt des Paramilitarismus angewendet wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ask<\/strong>: Vielen Dank f\u00fcr Ihre informativen Ausf\u00fchrungen. Gibt es noch etwas, das Sie weiter erw\u00e4hnen m\u00f6chten?<br \/> <strong>C.G.:<\/strong> Der Senator Alvaro Uribe empfiehlt der Regierung in einem Interview mit Vicky D\u00e1vila [3] die Militarisierung zur Abwehr der Mobilisierung zu verst\u00e4rken. Er hat auf die St\u00e4rke der Milit\u00e4rpr\u00e4senz verwiesen, wenn es darum geht, St\u00e4dte zu kontrollieren. Dies mit dem Beispiel der Ausgangssperre. Dabei hat Uribe kritisiert, dass diese nicht zur permanenten Form der \u00f6ffentlichen Kontrolle angewandt wurde. Seine Empfehlung ist: Polizei gegen den friedlichen Protest und Milit\u00e4r mit Kriegswaffen gegen die unbewilligten Demonstrationen auf \u00f6ffentlichen Strassen. Weiter findet Uribe, man sollte den ESMAD st\u00e4rken, statt ihn zu schw\u00e4chen und allgemein mit harter Hand gegen die St\u00f6rung der \u00f6ffentlichen Ordnung durchgreifen. Der Grunddiskurs lautet: Null Zugest\u00e4ndnis gegen\u00fcber den Forderungen des Streiks; stattdessen wieder und wieder die Vorschl\u00e4ge wiederholen, den Unternehmern die Steuern zu senken, die Krankenversicherung der Pensionierten etwas anzupassen und seine Arbeitsreform durchzusetzen. Die Strategie mit den sogenannten neuen sozialen Elementen in der Steuerreform ist Teil des Rezepts des \u201egrossen Dialogs\u201c f\u00fcr das immer Gleiche.<\/p>\n<p>[1]\u00a0http:\/\/www.indepaz.org.co\/quienes-somos\/<\/p>\n<p>[2] B\u00fcro des Hohen Kommissars f\u00fcr Menschenrechte der Vereinten Nationen.<\/p>\n<p>[3]\u00a0<a href=\"https:\/\/www.semana.com\/confidenciales-semanacom\/articulo\/siguiente-pregunta-uribe-a-vicky-davila\/642283\">https:\/\/www.semana.com\/confidenciales-semanacom\/articulo\/siguiente-pregunta-uribe-a-vicky-davila\/642283<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][et_pb_button button_url=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Newsletter597_Artikel-Interview-Camilo-Gonzalez.pdf&#8220; url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Download als PDF (Deutsch)&#8220; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.7&#8243; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_bg_color=&#8220;#55677f&#8220; button_border_width=&#8220;2px&#8220; button_border_color=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;0px&#8220; button_letter_spacing=&#8220;4px&#8220; button_font=&#8220;Source Sans Pro|700||on|||||&#8220; button_icon=&#8220;%%266%%&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||&#8220; custom_padding=&#8220;12px|87px|12px|87px|true|true&#8220; locked=&#8220;off&#8220;]\r[\/et_pb_button][et_pb_button button_url=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Newsletter597_Artikel-Entrevista-Camilo-Gonzalez.pdf&#8220; url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Download als PDF (Espa\u00f1ol)&#8220; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.7&#8243; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_bg_color=&#8220;#55677f&#8220; button_border_width=&#8220;2px&#8220; button_border_color=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;0px&#8220; button_letter_spacing=&#8220;4px&#8220; button_font=&#8220;Source Sans Pro|700||on|||||&#8220; button_icon=&#8220;%%266%%&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||&#8220; custom_padding=&#8220;12px|87px|12px|87px|true|true&#8220; locked=&#8220;off&#8220;]\r[\/et_pb_button][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Camilo-Gonzalez-Posso.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.7&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kolko.net\/askonline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Paro-Nacional.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; force_fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.7&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_sidebar area=&#8220;et_pb_widget_area_1&#8243; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243;][\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem 21. 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