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Materialien zu Kolumbien: Filme: N.N. - Den Verschwundenen eine Stimme Kolumbien 2002, R: Erick Arellana Bautista und Pedro Campoy, 53 Min. OmU Hunderte Oppositionelle, Studierende, GewerkschafterInnen, AnwältInnen, Mitglieder von Menschenrechtsorganisationen oder militanten Gruppen werden in Kolumbien jährlich verschleppt und ermordet. Menschenrechtsorganisationen schätzen die Gesamtzahl der Verschwundenen auf über 6.000. Meist werden die Opfer auf offener Straße mit Waffengewalt in ein wartendes Auto gezerrt; ihnen bleibt manchmal gerade noch Zeit, Umstehenden ihren Namen oder eine Telefonnummer zuzurufen. Ihre Leichen werden selten gefunden oder aber die Opfer sind gefoltert, verbrannt und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, so dass sie nur schwer identifiziert werden können. Die Dokumentation versucht das Thema zu enttabuisieren und den politischen Kampf der Verschwundenen aus der Vergessenheit zu befreien. "Meine Mutter wurde im August 1987 von Angehörigen der 20. Militärbrigade verschleppt. Erst 1990 wurde ihre Leiche in einem Plastiksack gefunden. Wie meine Familie bin auch ich in der "Gruppe der Familienangehörigen der Verschwundenen" ASFADDES aktiv, die sich nach dem Vorbild der argentinischen Madres de Plaza de Mayo gegründet hat." E. Arellana Bautista Mögliche Referentin: Lidia Perico |